Schilddrüsenüberfunktion - Hyperthyreose
Definition
Mit dem Begriff Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wird eine erhöhte Konzentration der Schilddrüsenhormone im Körper bezeichnet.
Diese erhöhten Hormonspiegel greifen in die Regelkreise des Stoffwechsels und der Organe des Körpers ein.
Hauptsächliche Ursachen für eine solche überhöhte Hormonkonzentration sind Morbus Basedow und die Autonomie der Schilddrüse. Bei beiden Erkrankungen kann die Produktion der Hormone nicht mehr an den Bedarf des Körpers angepasst werden. Die bei gesunder Schilddrüse regulierend eingreifenden Einflüsse der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) auf die Schilddrüse werden ausgeschaltet, es kommt zur Schilddrüsenüberfunktion.
Morbus Basedow
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine so genannte Autoimmunerkrankung. Dies bedeutet, dass das Abwehrsystem des Körpers fälschlich körpereigenes Gewebe angreift. Im Falle des Morbus Basedow kommt es durch fehlgeleitete schilddrüsenanregende Immunglobuline, das sind Bestandteile der körpereigenen Abwehr, zu einer unkontrollierten Überproduktion von Schilddrüsenhormonen, diese Überproduktion an Hormonen kann nicht mehr durch hemmende Einflüsse gebremst werden.
Autonomie der Schilddrüse
Autonome Herde in der Schilddrüse unterliegen nicht dem normalen Regelkreis der Hormonspiegel. Sie produzieren also Hormone ohne auf das Signal "es ist genug Hormon vorhanden - die Produktion kann heruntergefahren werden" zu achten und ihre Hormonbildung daran anzupassen. Schon in der gesunden Schilddrüse finden sich solche (autonomen) Zellen, die sich nicht an die Spielregeln von Regelkreisen halten. Die Menge dieser Zellen ist jedoch so gering, dass sie keinen Einfluss hat. Bei einer Autonomie finden sich jedoch so viele dieser Zellen in der Schilddrüse, meist zu Knoten zusammengelagert, dass deren unkontrollierte Hormonproduktion zu einer erhöhten Hormonausschüttung führt. Die vermehrte Wirkung führt dann zu den Krankheitszeichen der Schilddrüsenüberfunktion.
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