Mandelentzündung - Tonsillitis
Definition
Bei den Entzündungen der Gaumenmandeln muss zwischen der akuten und der chronischen Form unterschieden werden. Unter einer akuten Mandelentzündung (Tonsillitis acuta) versteht man die plötzlich einsetzende, meist bakteriell verursachte Entzündung der Gaumenmandeln.
In der medizinischen Sprache wird hierfür der Begriff der "Angina tonsillaris" verwendet, umgangssprachlich auch nur "Angina". Das Wort Angina bedeutet "Enge", in diesem Fall im Bereich der Mandeln (Tonsillen), und beschreibt die Verengung der Rachenpassage, die durch die entzündliche Vergrößerung dieser Organe verursacht wird.
Von einer Gaumenmandelvergrößerung (Tonsillenhyperplasie) spricht man, wenn eine übermäßige Größenzunahme beider Gaumenmandeln als Dauerzustand unabhängig von einer Entzündung besteht. Die reine Gaumenmandelvergrößerung muss nicht Ausdruck einer akuten oder chronischen Mandelentzündung sein und wird auch nicht als Angina bezeichnet.
Die chronische Gaumenmandelentzündung (Tonsillitis chronica) mit Beteiligung von Bakterien tritt häufig in Form von wiederkehrenden eitrigen Entzündungen auf. Aber auch andauernd bestehende (persistierende) uncharakteristische Halsbeschwerden können durch eine chronische Mandelentzündung hervorgerufen werden.
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Blick in die Mundhöhle. Die Gaumenmandeln (Tonsillen) liegen zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbogen.
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