Bandscheibenvorfall - Diskusprolaps

Bei einem Bandscheibenvorfall gibt die Bandscheibe nach und dehnt sich stark aus. Dadurch entsteht ein Druck auf die betroffenen Nervenwurzeln.


Definition

Ein Bandscheibenvorfall ist eine schmerzhafte Erkrankung der Wirbelsäule.

Die Bandscheiben stellen eine elastische Verbindung zwischen den Wirbelkörpern dar und verleihen der Wirbelsäule so ihre Beweglichkeit. Gleichzeitig dienen sie als Polster, um Stöße abzufedern. Dabei sind sie hohen Belastungen ausgesetzt; schon im Stand wirkt auf die Lendenwirbel eine Kraft, die weitaus höher ist als das Körpergewicht. Beim Aufrichten aus der gebeugten Haltung oder gar beim Heben von Lasten und beim Springen vervielfacht sich diese Belastung noch.

Als Bestandteil der Wirbelsäule liegen die Bandscheiben in unmittelbarer Nachbarschaft der Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelkörpern das Rückenmark verlassen und in Arme und Beine ziehen. Wenn die Bandscheibe nachgibt und sich stark ausdehnt, kann daher ein Druck auf die betroffenen Nervenwurzeln entstehen und diese reizen. Man spricht dann von einem Bandscheibenvorfall.
Fragen zu Bandscheibenvorfällen und Rückenschmerzen können Sie im Expertenrat Rückenschmerz stellen.

Quelle: Springer Medizin
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