Bindehautentzündung - Konjunktivitis - Therapie
Therapie
Ein "rotes Auge" kann durch viele Augenerkrankungen entstehen: Bei Beschwerden, die länger als zwei Tage anhalten, sollten Sie daher zur Beurteilung stets ein Arzt aufsuchen. Deshalb gilt auch, keine Medikamente oder Heilkräuter anzuwenden, ehe das Auge nicht vom Arzt gesehen wurde.
In jedem Falle aber muss man zum Arzt, wenn eine Vereiterung des Auges hinzukommt!
Die unkomplizierte Bindehautentzündung heilt in der Regel innerhalb von zwei Wochen ab. Das Einträufeln von gefäßverengenden Augentropfen kann die Beschwerden lindern, sollte jedoch nicht häufiger als in den empfohlenen Intervallen und nicht dauerhaft erfolgen.
So unterschiedlich wie die Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten der Bindehautentzündung.
- Bei der unspezifischen Konjunktivitis werden meist Augentropfen verordnet, die entzündungshemmend wirken. Dies gilt auch für die allergische Konjunktivitis. Wenn ständig zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird, können Tränenersatzmittel das Auge feucht halten. So kann man oft verhindern, dass immer wieder Bindehautentzündungen auftreten.
- Gegen ein trockenes Auge können gegebenenfalls Tränenersatzmittel eingeträufelt werden und gegen juckende Augen bei allergischen Beschwerden helfen meist Augentropfen mit Cromoglicinsäure.
- Bei bakteriell bedingten Bindehautentzündungen enthalten die Augentropfen antibakteriell wirksame Substanzen.
- Gegen die viral bedingte Keratokonjunctivitis epidemica sind Augentropfen nicht wirksam; man muss die Heilung abwarten, die bis zu einigen Wochen dauern kann. Besonders wichtig ist hierbei, die Übertragung auf weitere Personen zu verhindern.
Tipp:
- Das Auge darf nicht gerieben werden, weil die Virusinfektion auf diese Weise oft weitergegeben wird.
- Kinder sollten wegen der Ansteckungsgefahr von Schule oder Kindergarten freigestellt werden.
- Aus gleichem Grund muss der Betroffene während der Zeit der Erkrankung auch darauf achten, ausschließlich sein eigenes Handtuch zu verwenden.
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