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Antihormontherapie

Medikamenteneinnahme auch im Urlaub nicht vergessen!

Viele Patientinnen mit Brustkrebs erhalten gegenwärtig eine Antihormontherapie. Sie muss in der Regel über Jahre durchgeführt werden, und auch im Urlaub ist die regelmäßige Tabletteneinnahme nötig.

Nach der Brustkrebsoperation wird heute bei hormonempfindlichen Tumoren eine Antihormontherapie, die sich gegen die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron richtet, durchgeführt. Beide Hormone fördern die Vermehrung der Krebszellen und beschleunigen dadurch das Tumorwachstum, wenn die Krebszellen an der Oberfläche Bindungsstellen für die Hormone tragen. Dadurch können diese an den Zellen andocken und ihre negative Wirkung entfalten. Die Antihormontherapie im Anschluss an die Operation wird durchgeführt, um Krankheitsrückfälle und eine weitere Ausbreitung des Krebses in andere Organe zu verhindern und die Überlebenschancen der Patientinnen zu verbessern.

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Nicht immer fällt die regelmäßige Einnahme leicht

Die Antihormontherapie gegen Brustkrebs muss in der Regel über lange Zeiträume durchgeführt werden, da noch Jahre nach der Operation ein Rückfallrisiko bestehen kann. An die regelmäßige Tabletteneinnahme zu denken, ist jedoch nicht immer einfach. So erinnern die Medikamente so manche Frau an die Krankheit und die damit verbundenen Ängste und Sorgen. Besonders dann, wenn der Krebs überwunden zu sein scheint und die Betroffenen sich wieder gesund fühlen, kann leicht der Gedanke aufkommen, dass die Behandlung vielleicht gar nicht mehr so wichtig sein könnte. Doch die meisten Frauen wissen: Die Therapie ist notwendig und kann ihnen das Leben retten.

Genügend Tabletten auf die Reise mitnehmen

Auch im Urlaub und auf der Reise dorthin darf die regelmäßige Einnahme der Medikamente nicht unterbrochen werden. Patientinnen, die verreisen wollen, sollten daher vor Antritt der Reise ihren Bedarf großzügig planen und sich genügend Tabletten besorgen. Die Medikamente sind verschreibungspflichtig und am Urlaubsort in der Regel nicht einfach zu bekommen.

Die Betroffenen sollten bei Flugreisen die Arzneimittel im Handgepäck mitführen, damit diese nicht verloren gehen. Bei weiten Reisen, die mit einer Zeitumstellung verbunden sind, klären die Patientinnen am besten vorab mit ihrem behandelnden Arzt, wie sie am besten mit der Zeitverschiebung umgehen können.

Um die Tabletteneinnahme nicht zu vergessen, empfiehlt es sich generell, sie zur täglichen Routine zu machen. Diese sollte auch im Urlaub weitgehend beibehalten werden. Dabei ist es nicht nötig, sich an strenge Einnahmezeiten zu halten. Wer im Urlaub endlich mal ausschlafen will, muss sich nicht durch seine Medikamente davon abhalten lassen. Vielmehr kann die Einnahmeroutine an bestimmte Aktivitäten, z.B. das Frühstück oder die morgendliche Joggingrunde gebunden sein. Manchen hilft es, ein Erinnerungssignal z.B. auf dem Handy einzustellen, das auf die Einnahme der Medikamente hinweist. Oder man bittet Mitreisende, ebenfalls daran zu denken. Einer unbeschwerten Urlaubszeit steht dann nichts mehr im Wege.


Quelle: "Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms", hrsg. v. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) (Stand: 2008)
Autor: Kathrin Sommer
Stand: May 28, 2009


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