bayer_exklusiv_alltagsschmerz_frau_kopfschmerzen

Antihormontherapie

Nebenwirkungen antihormoneller Therapien

Antihormonelle Therapien schließen verschiedene Substanzen ein, dazu zählen z.B. Hemmstoffe der Hormonsynthese. In der Regel sind sie zwar gegenüber der Chemotherapie besser verträglich, können jedoch mit unterschiedlichen Nebenwirkungen behaftet sein.

Das Nebenwirkungsprofil unterscheidet sich je nach Präparat und kann zudem auch bei jeder Frau variieren.

Als häufige Nebenwirkung der Gestagene gilt die Zunahme des Körpergewichts. Zum einen kann sie durch einen verstärkten Appetit bedingt sein, zum anderen können auch Wassereinlagerungen im Gewebe, sogenannte Ödeme, die Ursache für die Gewichtszunahme sein. Bei Patientinnen, die aufgrund der Erkrankung an Appetitlosigkeit leiden und dadurch stark abgenommen haben, kann die Appetitsteigerung bei Gestagengabe jedoch durchaus ein erwünschter Nebeneffekt der Therapie sein.

Weitere unerwünschte Begleiterscheinungen können Völlegefühl oder Verstopfung, psychische Veränderungen sowie vermehrtes Schwitzen oder eine Einschränkung der Libido sein. Auch Bartwuchs, Haarausfall sowie Schmier- bzw. Abbruchblutungen können unter einer Gestagentherapie vorkommen.

GnRH-Analoga wirken erst nach ein bis zwei Monaten

Bei den GnRH-Analoga, die bei Frauen vor den Wechseljahren eingesetzt werden, um die Östrogenbildung in den Eierstöcken zu unterdrücken, kommt es in der Anfangszeit zunächst zu einer Verstärkung der Eierstockfunktion. Erst ein bis zwei Monate nach der ersten GnRH-Analoga-Gabe bleibt die Regelblutung aus. Hier sollte bedacht werden, dass in diesem Zeitraum eine Schwangerschaft weiterhin möglich ist und für sichere Verhütung gesorgt werden sollte. Weil mittels der GnRH-Analoga ein künstlicher Eintritt in die Wechseljahre erzeugt wird, können auch typische Symptome wie Hitzewallungen oder verstärktes Schwitzen auftreten. Viele Wirkungen und Nebenwirkungen sind nach Absetzen der Medikamente jedoch reversibel und auch die Monatsblutung setzt im Normalfall kurz nach dem Ende der Therapie wieder ein.

Antihormone sind gut verträglich

In der Regel werden Antihormone wie das Antiöstrogen Tamoxifen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind z.B.: Hitzewallungen, Übelkeit, vaginale Blutungen, Veränderungen an der Schleimhaut der Gebärmutter, Juckreiz in der Vagina, Thrombosen und manchmal auch psychische Beeinträchtigungen. Bei langjähriger Einnahme besteht ein gewisses Risiko bösartiger Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut, deshalb sollten regelmäßige Kontrollen mit Ultraschall und Abstrichen erfolgen. Daneben besteht ein erhöhtes Risiko für Linseneintrübungen am Auge (Grauer Star), die sich nicht immer zurückbilden.

Aromatasehemmer: Eine wirksame Alternative

Aromatasehemmer sind relativ nebenwirkungsarm. Dies gilt vor allem für die neueren Substanzen wie beispielsweise Letrozol. Unter einer Behandlung mit Aromatasehemmern treten Beschwerden wie Hitzewallungen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder leichte Ödeme auf. Allerdings kann es bei der Gabe von Aromatasehemmern zu einer Abnahme der Knochendichte kommen, die der Arzt vor allem bei längerer Einnahme der Medikamente im Auge behalten sollte.


Quelle: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Antihormontherapie gegen Tumoren:
1)Nebenwirkungen und Behandlungsfolgen
2)Hormontherapie - behandeln durch Hormonentzug
Autor: Springer Medizin
Stand: Apr 15, 2008


Sie lesen gerade:

Nebenwirkungen antihormoneller Therapien

Seite empfehlen:
A A A

Bilderstrecke

Bilderstrecke_brustkrebs_exclusiv

Die Selbstuntersuchung der Brust

Einmal im Monat sollte jede Frau ihre Brüste in aller Ruhe abtasten.

mehr

Expertenrat

film_meier_wiehn_arztgespraech

Fragen Sie einen Arzt

Engagierte Ärzte beraten Sie zum Thema Brustkrebs - schnell und kostenlos.

mehr

Mentale Fitness

exklusiv_mentale_fitness_frau_arme

Geistige Fitness ist formbar und erhaltbar

Wie kann ich sie verbessern, was sollte ich vermeiden? Hier finden Sie praktische Tipps, geeignete Lernstrategien und Aufgaben für das praktische Training des Gehirns.

mehr