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Antihormontherapie

Antihormonelle Therapie nur 5 Jahre?

Der Einsatz von Tamoxifen galt bislang als Standard nach operativer Entfernung eines hormonsensitiven Tumors. Neuere Studien zeigen jedoch, dass Aromatasehemmstoffe das Risiko für einen erneuten Tumor in bestimmten Fällen noch stärker reduzieren können.

Im Anschluss an einen chirurgischen Eingriff zur Entfernung bösartiger Tumoren der Brust folgen in vielen Fällen weitere, sogenannte adjuvante (unterstützende) Therapien. Eine Möglichkeit dabei ist der Einsatz antihormonell wirkender Substanzen, wenn der Tumor Hormonrezeptoren trägt, also hormonempfindlich ist. Bislang wurde hierfür vor allem das Antiöstrogen Tamoxifen eingesetzt.

Nach fünf Jahren Schluss?

Die adjuvante Therapie mit Tamoxifen dauert in der Regel fünf Jahre. Eine Behandlung darüber hinaus scheint Untersuchungen zufolge keinen weiteren Nutzen zu bringen. Außerdem steigt mit längerer Therapiedauer das Krebsrisiko im Bereich der Gebärmutterschleimhaut.

Bei immerhin 5-10% der betroffenen Frauen kommt es jedoch während der ersten zehn Jahre nach dem operativen Eingriff zu einem Wiederauftreten der Erkrankung.

Aromatasehemmer nach Tamoxifen: Rezidivrate sinkt weiter

Studien der letzten Jahre zeigen, dass sogenannte Aromatasehemmstoffe bei Frauen nach den Wechseljahren noch wirksamer als Tamoxifen sein können. So verringern Aromatasehemmstoffe den Untersuchungsergebnissen zufolge das Rückfallrisiko (Rezidiv) stärker - sowohl als Einzeltherapie als auch nach einer Behandlung mit Tamoxifen - als der alleinige Tamoxifeneinsatz. So raten Experten besonders bei Frauen mit hoher Rezidivgefahr zu einer adjuvanten Therapie mit beiden Wirkstoffen, die hintereinander, nicht gleichzeitig eingesetzt werden sollten. Bei Frauen vor der Menopause - dem Zeitpunkt der letzten Regelblutung - kommen Aromatasehemmer jedoch nur im Rahmen von Studien in Frage.

Bei Patientinnen mit fortgeschrittenen oder metastasierten hormonempfindlichen Tumoren, die die Wechseljahre hinter sich haben, empfiehlt sich der Einsatz von Aromatasehemmstoffen unter bestimmten Umständen ebenfalls.


Quelle: Fachinformationen Femara 2,5 mg (Stand September 2007)Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Brustkrebs: Hormontherapie – behandeln durch Hormonentzug
Autor: Springer Medizin
Stand: Apr 15, 2008


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