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Selenmangel

Studienergebnissen zufolge trägt ein Selenmangel möglicherweise zum Wachstum bösartiger Tumoren bei. Doch inwieweit eine zusätzliche Selengabe tatsächlich vor Krebs schützt, ist umstritten.

Selen ist ein sogenanntes Spurenelement, d.h. der Körper benötigt es nur in sehr kleinen Mengen. Seine Bedeutung liegt wohl vor allem in der Bekämpfung sogenannter freier Radikale. Das sind Sauerstoffverbindungen, die bestimmte Zellstrukturen angreifen und bei Entstehung und Wachstum von Krebsgeschwüren eine Rolle spielen können. Damit der Körper diese freien Radikale abwehren kann, benötigt er Substanzen mit antioxidativer (gegen die Sauerstoffverbindungen gerichteter) Wirkung, zu denen auch Selen zählt. Tatsächlich gibt es Studienergebnisse, die darauf hinweisen, dass ein Selenmangel das Krebswachstum unter Umständen fördert.

Doch ist die zusätzliche Selengabe zur Krebsvorbeugung umstritten, da es widersprüchliche Studienresultate dazu gibt. Fachgremien und Experten sehen den Einsatz von hoch dosierten „künstlichen" Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln eher kritisch. Generell wird zu einer obst- und gemüsereichen Ernährung geraten, da die in diesen Nahrungsmitteln enthaltenen Vitamine und Spurenelemente wichtig für die Gesundheit sind. Anders als bei einigen „künstlich" hergestellten Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln sind keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Substanzen, die aus „natürlichen" Lebensmitteln stammen, bekannt.

Selen ist beispielsweise in Getreide wie Weizen, Mais und Hafer vorhanden, wobei nordeuropäisches Getreide weniger Selen enthält, da die Ackerböden dieser Region relativ arm an Selen sind. Zu weiteren wichtigen Selenlieferanten gehören z.B. Fisch, wie Hering oder Thunfisch, Hühnereier, Kokos- oder Paranüsse, Naturreis oder Sojabohnen.


Quelle: Deutsche Krebshilfe e.V.: Ernährung bei Krebs – Die blauen Ratgeber; Pressemitteilung vom 17.01.2001: Selenmangel erhöht Krebsgefahr - aber wie?; Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Vitamine und Spurenelemente: Kein Plus für
Autor: Springer Medizin
Stand: Apr 15, 2008


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