Brustkrebstherapie
Hoher Gesprächsbedarf bei vielen Frauen
Brustkrebs – diese Diagnose ist für die betroffenen Frauen zunächst ein Schock. Eine Studie des Instituts für Gesundheitswissenschaften der TU Berlin hat jetzt untersucht, wie die Patientinnen diese Diagnose verarbeiten und inwieweit sie bei der Therapiewahl mitentscheiden wollen.
Dabei wurden Brustkrebspatientinnen rückblickend zu ihrer Entscheidungsfindung bei der Therapiewahl befragt. Zudem berichteten Experten aus den Bereichen Versorgung, Rehabilitation, Beratung und Selbsthilfe über ihre Sicht auf das Verhalten der betroffenen Frauen. Das Ergebnis: Es gibt zwei Gruppen von Brustkrebspatientinnen, die sich in grundsätzlichen Aspekten unterscheiden. Die eine Gruppe gibt den Ärzten einen Vertrauensvorschuss und lässt sie über den Behandlungsweg entscheiden. Die anderen Patientinnen haben das Bedürfnis, sich bereits vor der Behandlung mit der Krankheit auseinanderzusetzen und bei der Therapiewahl mitzubestimmen.
Sie sehen sich sowohl von der Erkrankung als auch von der Therapie bedroht, sind eher skeptisch und wünschen sich, von den Behandelnden ausreichend informiert und in die Entscheidungen miteinbezogen zu werden. Für die Berliner Gesundheitswissenschaftler heißt das: Krebspatienten brauchen einen Pfad des Vertrauens, auf dem sie ihre Entscheidungen treffen können. Dafür bedürfe es einer besseren Kommunikation im Arzt-Patienten-Verhältnis und weiterer, in die Versorgung integrierter Gesprächsmöglichkeiten.



