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Mammographie wird digital
In Bereichen, in denen die analoge Mammographie an ihre Grenzen stößt, soll nun ein digitales Verfahren bei dem Aufspüren von Brusttumoren weiterhelfen. Das digitale Bildgebungsverfahren nutzt die neuesten Technologien und zeigt vielversprechende Ergebnisse.
Je früher und sicherer eine Brustkrebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Für eine Diagnose des Tumors in einem frühen Stadium sind verlässliche bildgebende Verfahren eine unbedingte Voraussetzung.
Die Einführung der digitalen Mammographie stellt einen großen Fortschritt in der Diagnostik des Mammakarzinoms dar, denn das volldigitalisierte Bildgebungsverfahren liefert dem Arzt Aufnahmen von höchster Qualität. Wesentlicher Vorteil des digitalen Systems ist nach Meinung von Dr. med. Thomas Diebold, Oberarzt an der Universitätsklinik in Frankfurt am Main, die hohe diagnostische Sicherheit. Dies gelte vor allem für die Erkennung von sehr kleinen Tumoren.
Mit dem digitalen Verfahren würden zusätzliche Aufnahmen - die bei Anwendung von analog arbeitenden Geräten häufig erforderlich seien, um Details richtig zu erkennen - entfallen, so Diebold. "Ähnlich wie bei einer Digitalkamera ist es möglich, einzelne Bildausschnitte zu vergrößern, Details eines Bildes ganz exakt zu betrachten, Schärfeeinstellungen vorzunehmen oder die Kontraststärke zu variieren", erklärt Dr. Diebold das Verfahren anschaulich.
Davon, dass weniger Aufnahmen nötig sind, profitieren die Patientinnen zusätzlich: Mit der Abnahme der Aufnahmen sinkt auch die Belastung durch Röntgenstrahlen. Zudem ist bei der digitalen Technik die Strahlendosis pro Aufnahme wesentlich niedriger als beim herkömmlichen Verfahren.
(BSMO, 05.07.2005)
Nach Informationen von idw, Juni, 2005



