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Brustkrebs

Nach der Therapie nicht schonen, sondern bewegen!

Viele Frauen, die an Brustkrebs leiden, versuchen nach der Therapie, sich seelisch und körperlich besonders zu schonen. Ein körperlicher Schongang ist jedoch völlig unangebracht. Denn wie eine schottische Studie jetzt ergeben hat, sorgt ein regelmäßiges Training dafür, dass es mit Körper und Seele schneller wieder bergauf geht.

An der Studie nahmen etwa 200 Frauen teil, die sich mit Brustkrebs in Behandlung befanden. Etwa die Hälfte absolvierte ein zwölfwöchiges überwachtes Trainingsprogramm, das sich aus wöchentlich zwei 45-minütigen Übungseinheiten in der Gruppe und einer Übungseinheit zu Hause zusammensetzte. Das Gruppentraining begann mit einer Aufwärmphase, an die sich ein 20-minütiges moderates Training mit Walking, Radfahren, Aerobic, Krafttraining oder individuellen Übungen, sowie eine Cool-down- und eine Entspannungsphase anschlossen.

Neben dem Training kamen die Frauen zusätzlich einmal in der Woche zu einer Gesprächsrunde zusammen. Für die Zeit nach dem Training wurde für jede von ihnen ein individuelles Trainingsprogramm ausgearbeitet. Die restlichen Frauen, die sich nicht in der Trainingsgruppe befanden, erhielten lediglich ein zweiseitiges Faltblatt mit Trainingstipps.

Die Frauen, die regelmäßig trainiert hatten, zeigten sich in der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie in der brustkrebsspezifischen Lebensqualität deutlich überlegen. Auch in psychischer Hinsicht ging es ihnen besser als den Frauen, die nicht am Training teilgenommen hatten. Auch nach sechs Monaten waren diese Effekte noch deutlich zu sehen. Besonders günstig scheint sich ein Übungsprogramm auszuwirken, das Übungen für das Herz-Kreislaufsystem und ein Krafttraining enthält.


Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift „Im Focus Onkologie", Juni 2007
Autor: Springer Medizin
Stand: Oct 10, 2007


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