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Vitamine

Hochdosierte Vitamin C-Gaben werden in der Literatur empfohlen. Hierdurch soll Krebswachstum vermieden, ja bestehendes Krebswachstum sogar beeinflusst werden.

Aus Tierversuchen und Reagenzglasuntersuchungen ist die wichtige Rolle ersichtlich, die Vitamine bei der Krebsentstehung und -prävention in experimentellen Systemen haben können. Dies trifft besonders auf Vitamin A, Beta-Karotin, Vitamin C und E zu. Die prophylaktische Wirkung von Beta-Karotin scheint sich in mehreren, unabhängig voneinander durchgeführten Studien zu bestätigen. Auch gibt es vermehrt Hinweise dafür, dass das Beta-Karotin von der Vitamin A-Aktivität unabhängige, biochemische Funktionen erfüllt.

Diese Hinweise haben dazu geführt, dass eine tägliche Karotin-Einnahme von 5,2 bis 6 mg empfohlen wird. Beta-Karotin kommt vor allem in Karotten, Spinat und Brokkoli sowie in Melonen und Aprikosen in relativ hoher Konzentration vor.

Die klinische Wirkung von Vitaminen auf schon bestehendes Krebswachstum beim Menschen ist hingegen ungesichert und umstritten.

Muss ich Vitamine zuführen?

Die bisherige Lehrmeinung ist, dass der Vitamingehalt, der durch eine abwechslungs- und ballaststoffreiche Kost unter Einbeziehung von Gemüse zugeführt wird, ausreichend ist. Durch die Kombination von einzelnen Nahrungsmitteln lässt sich die erforderliche Tagesmenge ohne besondere Zusätze erreichen. Die Einnahme von Vitamin-Tropfen, Vitamin-Kapseln oder -Säften ist daher unnötig! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Tagesdosis von 75 mg Vitamin C.

In der Krebstherapie und auch in der Rezidivprävention sind zusätzliche Vitamingaben bei sich normal ernährenden Personen nicht erforderlich. Allerdings kann es Ausnahmen geben: Vitamin C ist für die Funktion von Immunzellen unentbehrlich. Bei Vitamin C-Mangel ist nämlich die Beweglichkeit der Immunzellen gestört. Bei besonderen Herausforderungen an das Immunsystem - und dazu gehören zum Beispiel Grippewellen oder körperliche sowie geistige Stresssituationen – empfehlen viele Ärzte präventiv eine höhere Vitamin C-Zufuhr. Auch das Beta-Karotin (= Vitamin A) sollte dann in erhöhter Konzentration dem Organismus zugeführt werden.

Vitaminbedarf pro Tag

75 Milligramm Vitamin C sollte ein Erwachsener am Tag zu sich nehmen. Diese Tagesmenge ist annähernd enthalten in:

  • ¼Blumenkohl oder 1/3 Paprika

  • oder 1½ Chinakohl oder 1 großen Kohlrabi

  • oder 2½ Kopf Endivien oder 1 Portion Weißkohl

  • oder 400 g Kartoffeln oder 300 g Sauerkraut

  • oder 80 g Rosenkohl oder 5 Tomaten

  • oder 50 g schwarzen Johannisbeeren oder ¼ Pfund Erdbeeren

  • oder 1 kleinen Grapefruit oder 1 Apfelsine

  • oder ½ Pfund Himbeeren oder 5 Mandarinen


Für das Vitamin A bzw. dessen Vorstufen wird eine tägliche Menge von 0,9 Milligramm empfohlen. Diese Tagesmenge ist jeweils annähernd enthalten in:
  • 1 mittelgroßen Möhre oder 4 Kolben Chicoree

  • oder 1 Kopf Endivien oder 4 Kopf Salat

  • oder 8 Aprikosen oder 3 kleinen Honigmelonen

  • oder 100 Gramm Grünkohl oder 100 Gramm Spinat


Für das Vitamin E wird eine tägliche Menge von 15 Milligramm empfohlen. Diese Tagesmenge ist annähernd enthalten in:
  • 1 Ei

  • oder 100 g Erdnüssen

  • oder 50 Milliliter pflanzlichen Ölen

  • oder 100 g Innereien




Autor: Springer Medizin
Stand: Oct 18, 2007


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