Aromaöle

Zimt: Wärme, gute Laune und Leidenschaft

Ob im Glühwein oder Punsch, als Gebäck oder Raumaroma, Zimt erinnert wie kaum ein anderes Gewürz an Winter und Weihnachten. Dabei wirkt Zimt viel zu wohltuend, um ihn nur in diesem wenigen Monaten zu würdigen. Zimt wärmt den Körper, entspannt den Geist, hebt die Stimmung und regt die Sinnlichkeit an. Er entfaltet seine Wirkungen auch als Schuheinlage, Badeöl oder bei Massagen.

Zimt: Wärme, gute Laune und Leidenschaft
Zimt wärmt den Körper, entspannt den Geist, hebt die Stimmung und regt die Sinnlichkeit an.
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Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt; bereits 3.000 Jahren vor Christus wurde er in China verwendet. Lange war er kostbarer als der teure Pfeffer. Zimt stammt aus der Innenrinde des immergrünen Zimtbaums, der wieder und wieder beschnitten wird. Dann wird die Rinde der jungen Schösslinge abgelöst, von den äußeren Schichten befreit und getrocknet. Für Zimtstangen werden mehrere Rindenschichten ineinander geschoben.

Zimt regt Darm und Sinnlichkeit an

Zimt ist reich an ätherischen Ölen, das macht ihn so wertvoll. Von alters her gilt Zimt als Aphrodisiakum. Sein warm-würziger Geschmack und sein süßer Duft sollen die . Dass er die Durchblutung fördert, kann ein Übriges tun. Doch die Zimtöle haben noch weitere medizinische Wirkungen: Sie töten Keime, erwärmen den Körper und entkrampfen die glatte Darmmuskulatur. Im Zimt ebenfalls enthaltende Gerb- und Schleimstoffe verstärken diese Wirkung auf den noch. Deshalb wird Zimt als Heilpflanze bei Infektionen des Darms, Darmträgheit und Darmkrämpfen, Blähungen und Koliken eingesetzt. Für diesen Zweck empfehlen Experten, eine frische Zimtstange zu zerbröseln. Denn bei gemahlenem Zimt können sich die wirksamen ätherischen Öle schon verflüchtigt haben. Zimt kann sogar vor schützen oder ihn aufhalten, haben Wissenschaftler herausgefunden. Sie raten daher, täglich bis zu einem Teelöffel Zimt zu essen.

Einige Menschen sollten Zimt allerdings unbedingt meiden, nämlich solche, die an Geschwüren in Magen oder Darm oder zu leiden. Auch Schwangere dürfen nicht mit größeren Mengen des ätherischem Zimtöls in Berührung kommen: Zimt stimuliert die Gebärmuttermuskulatur, regt die Menstruation an und kann Wehen auslösen.

Zimtöl zaubert gute Laune

Um sich die Wirkungen des Zimtöls zu Nutze zu machen, bietet eine Aromalampe eine einfache Möglichkeit. 1-2 Tropfen reichen aus, um eine Atmosphäre von Geborgenheit und Sicherheit zu schaffen. Der Zimtduft erleichtert das Loslassen und Entspannen, hellt die Stimmung auf und fördert Kreativität. Umso reiner das Öl, desto besser seine Wirkung. Das Etikett sollte 100% naturreines ätherisches Produkt ausweisen.

Eine Massage mit Zimtöl regt den Blutfluss an

Neben dem Zimtöl, das aus der Rinde gewonnen wird, gibt es ein weiteres aus den Blättern des Zimtbaumes. Es ist milder und eignet sich daher gut zur Herstellung von Massageöl. Dazu 50 ml reines kaltgepresstes Basisöl, z.B. aus Mandeln oder Jojoba, mit 7 Tropfen reinem ätherischen Zimtblätteröl mischen. Eine Massage mit Zimt-Öl kurbelt die Durchblutung an und wärmt wunderbar.

Zimt im Schuh tut Füßen gut

Eine Mischung aus Fußreflexzonenmassage und Aromatherapie bieten Zimtlatschen und Zimteinlegesohlen. Die Zimtpolster massieren sanft die Fußreflexzonen und damit die entsprechenden Organe. Sie sollen die Durchblutung regulieren und so zu kalte oder zu heiße Füße ausgleichen. Zudem absorbiert der Zimt Schweiß und beseitigt unangenehme Gerüche.

Zimt ist nicht nur zum Würzen gut. Empfehlungen:

  • Wärmende Abreibung: Braunen Zucker mit Zimt mischen und damit die Füße einreiben. Die grobkörnige Mixtur massiert die Reflexzonen und heizt ordentlich ein.
  • Zimtöl gegen Muskelkater: Zum Muskelaufwärmen vor dem Sport, aber auch gegen Schmerzen oder Muskelkater eignet sich Zimtöl. Dazu 1 Tropfen Zimtblätteröl mit 50 ml Basisöl (z.B. Mandelöl) mischen.
  • Baden und Pflegen: Badeöl aus 7 Tropfen Zimtblätteröl und 50 ml Mandelöl herstellen. Das Zimtöl erst nach dem Einlaufen des Wassers zugeben, sonst verdunstet es zu schnell. Nach dem Baden kann es auch als Hautpflegeöl verwenden werden.
  • Zimt erst vor Verzehr zugeben: Zimt sollte nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Verzehr ins Essen geben werden. Wird er zu heiß oder verbrennt sogar, kann er seinen guten Geschmack einbüßen.
  • Rezept gegen Durchfall: Ein einfaches und bewährtes Hausrezept gegen Durchfall besteht darin, einen geriebenen Apfel oder gekochtes Apfelmus mit Zimt zu mischen und zu essen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2008
Quellen: Nach Informationen der Zeitschrift Medical Tribune, dem TV-Sender SWR und den Firmen Fuchs Gewürze und Silkroad Company

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