Tipps fürs Immunsystem

Aromaöle: Wie Düfte uns beeinflussen

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Der Duft von Mandarinen und Zimt hebt die Stimmung und vermittelt Geborgenheit.
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Wie keine andere Jahreszeit ist der Herbst ein Fest für die Nase. Beim Spazierengehen riecht es nach Erde, Kastanien, Eicheln. Aber auch zu Hause beginnt nun die Zeit der Duftlampen. Bei Orangen- oder Rosenholzaroma wird einem warm ums Herz und schöne Erinnerungen erwachen.

Düfte können nachweislich das Wohlbefinden steigern. Sie wecken Gefühle und rufen Erinnerungen wach, etwa an glückliche Kindertage. Denn Gerüche wirken direkt auf das limbische System. Dieser älteste Teil des menschlichen Gehirns spielt eine wichtige Rolle beim Entstehen von Gefühlen und lässt Assoziationen aufsteigen. Vor unserem inneren Auge formen sich Bilder, ausgelöst durch den jeweiligen Duft.

Beim Geruch von Heu denken wir vielleicht an Großmutters Bauernhof, bei Espresso an den Urlaub in Italien oder bei Orangen an Weihnachten. Was hier unbewusst abläuft, lässt sich auch gezielt aktivieren. Aromen können Stimmungen bewusst erzeugen. Beispielsweise kann Minze uns helfen, wach und konzentriert zu werden, Lavendel andererseits wirkt beruhigend und entspannt.

Winteraromen geben Geborgenheit

Im Herbst und Winter bevorzugen die meisten Menschen Düfte, die Wärme und Geborgenheit vermitteln: Anis, Zimt, Mandarine, Orange, Rosenholz. Dazu einfach einige Tropfen in eine Duftlampe geben oder in eine Schale mit Wasser und auf die Heizung stellen. Zur Not tut es auch ein beträufeltes Papiertaschentuch auf dem Heizkörper. Für eine wundervolle Herbststimmung sorgt übrigens eine Mischung aus zwei Tropfen Orange, zwei Tropfen Bergamotte und einem Tropfen Zimt.

Da sich die Nase schnell an einen Duft gewöhnt, gilt: Weniger ist mehr. Um die Dosis nicht ständig erhöhen zu müssen, sollte der Raum zwischendurch gelüftet werden.

Je reiner das Aromaöl, desto effektvoller

Besonders wirkungsvoll und ergiebig sind ätherische Öle. Vorausgesetzt die Qualität stimmt. Daher sollte das Fläschchen die Bezeichnung "Hundert Prozent ätherisches Öl" tragen. Nur solche Produkte enthalten garantiert keine anderen Zusätze. Stammen die Öle aus Wildsammlungen (Ws) oder kontrolliert biologischem Anbau (kbA), wurden die Pflanzen nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Ihre Qualität ist also reiner.

Duftessenzen sind hochkonzentriert. Sie können reizend wirken und sollten daher nicht mit der Haut oder den Schleimhäuten in Berührung kommen. Passiert das doch einmal, diese schnell mit Wasser abspülen. Wie die einzelnen Düfte auf unser Gemüt wirken, sehen Sie hier:

Duftige Stimmungsmacher

  • Anis: Wirkt entspannend und erwärmend. Er erzeugt Weihnachtsstimmung.

  • 
Baldrian: Die getrocknete "Wurzel der Ruhe" wirkt gegen Schlafstörungen, Nervosität und Unruhe.


  • Bergamotte: Ein frischer, dabei sanft blumiger Zitrusduft wird aus der grünen Schale der Bergamotte gewonnen, einer Kreuzung aus Bitterorange und Zitrone, die nach der piemontesischen Stadt Bergamo benannt ist. Bergamotteduft macht fröhlich und ausgeglichen; dem Massageöl zugesetzt wird es in der Aromatherapie gegen Depressionen eingesetzt. In Kombination mit Lemongras hat Bergamotteöl eine anregende Wirkung. Gemischt mit Neroli, dem Duftöl der Pomeranze, wird Bergamotte eine erotisierende Wirkung nachgesagt.

  • 
Bethelnuss: Sie hilft bei depressiver Erschöpfung, stärkt das Immunsystem und gilt als wirksamer Tumorhemmer.

  • Citronella: Beflügelt den Geist und stärkt die Konzentrationsfähigkeit.

  • Eukalyptus: Fördert die Konzentration und unterstützt die Atmung.

  • Fichtennadel: Wirkt beruhigend bei Stress, Nervosität und Erschöpfung.

  • Geranium: Hebt die Stimmung und fördert Ausgeglichenheit.

  • Ginseng: Stärkt die Nerven, wirkt bei Erschöpfung und nervösen Schwächezuständen. Die Wurzel ist leistungssteigernd, regt das Immunsystem an und löst Krämpfe. 


  • Honig: Vermittelt ein Gefühl von Wärme und entspannt die Nerven.

  • Ingwer: Regt den Appetit an und hilft bei Erkältung, Kopfweh oder Muskelverspannungen.

  • Jasmin: Wirkt beschwingend und dämpft Nervosität.

  • Kamille: Entspannt Körper und Geist und beruhigt die Nerven.

  • Lavendel: Der herbsüße Duft der blauvioletten Blüten ist ein Klassiker unter den Düften. Getrocknete Blüten in Stoffsäckchen schützen die Wäsche vor Motten; im Kopfkissen sorgen sie für guten Schlaf. Das altjüngferliche Image, das ihm eine Zeitlang anhaftete, hat er im Zuge der Hinwendung zur Natur verloren - nicht zuletzt aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als natürliche Heilpflanze, ja sogar als Gewürz. Lavendel kuriert Insektenstiche und lindert Kopfschmerzen. In einem Lavendelbad lässt sich von den blühenden Wiesen Südfrankreichs träumen, nebenbei lockert es verkrampfte Muskeln und schenkt tiefen, erholsamen Schlaf.

  • Lemongras: Beflügelt den Geist und stärkt die Konzentration.

  • Lindenblüte: Wirkt harmonisierend und ausgleichend.

  • Mandarine: Vermittelt Geborgenheit und stärkt die Innere Balance.

  • Melisse, Zitronenmelisse: Beruhigt, lindert Krämpfe und wirkt blähungswidrig. Zudem hilft sie bei nervös bedingten Herzbeschwerden, Bauchweh und Einschlafstörungen.

  • Minze: Stimuliert das Nervensystem und fördert die Konzentration.

  • Nelkenblüte: Wirkt sinnlich und anregend.

  • Orange: Hebt die Stimmung.

  • Passionsblume: Die Pflanze des tropischen Regenwaldes kann bei nervöser Unruhe, Überreizung und Einschlafstörungen eingesetzt werden. Darüber hinaus kann man sie bei leicht erhöhtem Blutdruck und Kreislaufbeschwerden anwenden.

  • Patchouli: Wirkt stimulierend und lindert Stress.

  • Rose: Die Rose, die Königin unter den Blumen, verströmt einen kostbaren Duft, der als Inbegriff von Weiblichkeit gilt. Ihr Öl wird durch Dampfdestillation gewonnen und ist eines der teuersten Öle überhaupt. Aufgrund seiner Intensität ist es jedoch sparsam im Gebrauch. Nichts ist so verführerisch und beglückend wie das Aroma der Rose. Einen Hauch dieser Wirkung vermittelt auch Rosenwasser, das sich zur Hautpflege eignet. Der Anblick einer Rosenblüte in einer Schale mit Wasser versüßt sogar Morgenmuffeln den Tagesanfang. Streuen Sie Rosenblätter in Ihr Bad mit Rosenöl, und Sie werden sich wie Cleopatra fühlen.

  • Rosenholz: Vermittelt Geborgenheit und hellt die Stimmung auf.

  • Rosmarin: Belebt den Organismus und wirkt konzentrationsfördernd.

  • Sandelholz: Der warme Duft von Sandelholz hat eine beruhigende, stressabbauende und blockadenlösende Wirkung, die in der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda, bewährt ist. Als heiliger Duft wird er in Indien und anderen asiatischen Kulturen den Gottheiten durch Räucherstäbchen dargebracht. Räucherstäbchen machten Sandelholz auch in Europa populär. Eine meditative Aura haftet diesem Duft an, den auch Männer schätzen. Bäder oder Massagen mit Sandelholzöl vermitteln Gelassenheit und tragen zur seelischen Ausgeglichenheit bei.

  • Teebaum: Wirkt ausgleichend und besänftigend.

  • Vanille: Steigert die geistige Aktivität und macht gute Laune.

  • Weihrauch: Wirkt ausgleichend und fördert die Konzentration.

  • Ylang-Ylang: Beruhigt und harmonisiert. Ihm wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

  • Zimt: Vermittelt ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit.

Lavendelduft gegen Motten

Da der Geruch Ungeziefer abschreckt, ist getrockneter Lavendel ein altes Hausmittel gegen Motten. Bei Menschen stimuliert der Duft die Gefühlszentrale des Gehirns.

Focus Gesundheit via SnackTV

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 12. November 2013
Durch: sw
Quellen: Nach Informationen von Gerti Samel/Barbara Krähmer, Heilende Energie der ätherischen Öle, Verlag Ludwig und Monika Werner, Ätherische Öle für Wohlbefinden, Schönheit und Gesundheit, Graefe und Unzer Verlag

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