Gefährlicher Blutstau

Reisethrombose: Tipps zur Vorbeugung

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Stundenlanges Sitzen im Flugzeug erhöht die Thrombosegefahr
(c) Digital Vision.

Endlich Urlaub! Ab in den Flieger und hinaus in die Welt. Der Weg in die große Freiheit beginnt allerdings ziemlich beengt. Eingequetscht in engen Sitzreihen, zum stundenlangen Sitzen verurteilt, bleibt nicht nur die gute Laune auf der Strecke. Auch die Gesundheit kann ernsthaft leiden: Thrombosegefahr droht! Wer schlau ist, wirkt dem gefährlichen Blutstau in den Venen rechtzeitig entgegen.

"Der Tod fliegt Economy." Mit solchen Schlagzeilen wurden Flugreisende aufgerüttelt, nachdem es zu Todesfällen durch Venenthrombosen kam. Tatsache ist: Durch langes Sitzen auf engen Plätzen wird die Durchblutung stark behindert und es entsteht Thrombosegefahr. Besonders in der Economy Class ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt – was jedoch nicht bedeutet, dass First-Class-Passagiere keine Probleme haben. Sie können allerdings wegen des größeren Raumangebots leichter mal die Beine strecken oder aufstehen. Nicht nur Fluggäste, auch Autofahrer und Busreisende, die stundenlang festsitzen, müssen die Folgen einer gestörten Durchblutung fürchten.

So kommt es zum Blutstau

Das Blut der Venen wird nicht – wie bei den Arterien – durch die Kraft des Herzschlages transportiert, sondern durch die Bewegung der Muskeln. Fehlen beim langen Sitzen diese Impulse, wird der Rückfluss des Blutes behindert. Es kommt zu einem Stau, der die Gefahr von Blutgerinnseln erhöht und somit auch die Thrombosegefahr. Diese können beim Weitertransport kleine Adern, zum Beispiel in der Lunge, verstopfen, die Sauerstoffversorgung behindern und bis zu einem tödlichen Herzstillstand führen. Besonders gefährdet sind ältere Passagiere, Fluggäste mit Krampfadern, Raucher, Schwangere, Übergewichtige und frisch operierte Personen.

Die richtigen Gegenmaßnahmen bei Thrombosegefahr

Wer den bedrohlichen Blutstau und eine Thrombosegefahr vermeiden möchte, muss sich so viel wie möglich bewegen. Leichter gesagt als getan – wenn der Passagier neben uns zum Beispiel fest schläft und wir nicht stören möchte. Doch die Gesundheit geht vor. Einmal pro Stunde aufstehen und sich die Beine vertreten, das bringt den Kreislauf auf Touren. Doch man kann auch am Platz das Blut in Wallung bringen:

Gerade sitzen, die Füße aufstellen und dann abwechselnd Zehen und Fersen hochziehen.

Füße von den Zehen zu den Fersen und zurück abrollen, rechts und links gegenläufig.

Schultern nach vorne und hinten kreisen lassen.

Jede Übung zehnmal wiederholen.

Viel trinken!

Wichtig ist auch, nicht die Beine übereinanderzuschlagen und keine beengende Kleidung zu tragen. Wer sowieso schon Venenprobleme hat, zieht während eines langen Fluges am besten Kompressionsstrümpfe über, die den Rückstrom des Blutes erleichtern. Ganz wichtig ist es, viel Flüssigkeit zu trinken. Keinen Kaffee oder Alkohol, denn das trocknet noch mehr aus, sondern Wasser, Früchtetee, Säfte. Nicht immer werden auf Flügen genügend Getränke angeboten, am besten ist es, selbst immer eine Flasche Wasser in Reserve zu haben, um einer Thrombosegefahr vorzubeugen.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 10. Juli 2008
Letzte Aktualisierung: 29. Februar 2012

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