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Trockene Haut

Trockener Haut mangelt es an Feuchtigkeit und Fett. Sie fühlt sich rau an und löst Spannungsgefühle aus. Schuld können Allergien, Psoriasis und bestimmte Berufe sein.

trockene haut richtig eincremen
Die richtige Pflege kann auch bei sehr trockener Haut viel bewirken.
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Der Begriff trockene Haut (Xerosis, Xerodermie, auch Xerosis cutis) beschreibt einen Mangel an Feuchtigkeit und Fett der Epidermis. Deshalb sprechen Hautärzte (Dermatologen) auch von der „trocken-fettarmen“ Haut. Dabei handelt es sich um keine eigenständige Erkrankung, sondern um einen Hautzustand.

Die betroffenen Stellen im Gesicht, an den Händen oder an anderen Körperarealen erscheinen glanzlos, die Haut fühlt sich rau an und spannt. Meist bilden sich auch feine Linien und Schuppen. Sehr trockene Haut zeigt Rötungen und neigt zu Juckreiz und kleinen Rissen.

Trockene Haut benötigt eine besondere Pflege, denn eine beeinträchtigte Barrierefunktion kann die Entstehung von Hauterkrankungen wie etwa Infektionen begünstigen.

Zu viel Hygiene oder Allergie können Haut austrocknen

Hauttrockenheit kann durch verschiedene äußere und innere Einflussfaktoren ausgelöst werden. Vor allem im Winter, wenn Kälte und Heizungsluft die Haut strapazieren, ist sie für viele ein Problem, wobei natürlich auch der individuelle Hauttyp immer eine gewisse Rolle spielt. Darüber hinaus sind von Hauttrockenheit besonders häufig Berufsgruppen betroffen, die täglich mit Wasser und/oder hautschädlichen Substanzen in Kontakt kommen, also z. B. Friseure, Pflegepersonal und Handwerker. Aber auch Grunderkrankungen wie eine Allergie können der Auslöser trockener Haut sein.

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Trockene Haut: Was sind die Ursachen?

Trockene Haut kann durch äußere Einflussfaktoren wie feuchtigkeitsarme Heizungsluft und Erkrankungen ausgelöst werden. Sie tritt aber auch altersbedingt auf.

Die Haut ist unser größtes Organ und schützt unseren Körper wie ein Mantel vor schädlichen Einflüssen aus der Umwelt. Sie verhindert, dass Krankheitserreger und schädliche Substanzen ins Körperinnere gelangen und schützt vor Druck, Stößen, Kälte, Hitze und Austrocknung. Für diese wichtige Barrierefunktion ist vor allem die äußerste Hautschicht, die sogenannte Hornschicht, zusammen mit dem  Hydrolipidfilm (Säureschutzmantel) verantwortlich.

Ein erhöhter Verlust an Feuchtigkeit, eine verminderte Talgproduktion oder ein gestörter Fettstoffwechsel der Haut können das Gleichgewicht der Hautbarriere empfindlich stören und zur Austrocknung der Haut führen.

Auslöser und Grunderkrankungen für trockene Haut

Die Ursachen für diese Erscheinung sind vielfältig. So ist beispielsweise die Zunahme der Hauttrockenheit ein ganz natürliches Phänomen des Alterungsprozesses. Doch auch genetische Faktoren oder äußere Einflüsse wie Heizungsluft, starke Sonneneinstrahlung oder falsche Hygiene spielen mitunter eine Rolle.

Trockene Haut tritt darüber hinaus auch bei bestimmten Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte) auf und wird dann in der Regel von anderen Beschwerden wie beispielsweise heftigem Juckreiz, Pusteln, Bläschen oder nässenden Hautbereichen begleitet. Nicht zuletzt sind es auch Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder bestimmte Medikamente, die Hauttrockenheit zur Folge haben können. 

Die häufigsten Ursachen für trockene Haut im Überblick:

Äußere Ursachen für Hauttrockenheit umfassen:

  • falsche Hygiene durch häufiges Waschen, Baden oder Duschen, ungeeignete Seifen oder Duschgels, zu häufige Hautpeelings etc.
  • geringe Luftfeuchtigkeit durch Heizung und Klimaanlage
  • Witterungseinflüsse (Kälte, starke Sonneneinstrahlung, Wind)
  • Berufsspezifische Belastungen, etwa bei Friseuren, Pflegekräften, bestimmten Handwerksberufen

Erkrankungen, die zu trockener Haut führen können, sind unter anderem:

Andere Ursachen für Hauttrockenheit können sein:

  • genetische Veranlagung
  • altersbedingte Hauttrockenheit (vor allem bei Säuglingen oder älteren Menschen)
  • Medikamente wie die Anti-Baby-Pille oder Medikamente, die bei Herzbeschwerden, Rheuma oder Fettstoffwechselstörungen eingesetzt werden

Diagnose bei trockener Haut: Das untersucht der Arzt

Bei vorübergehender Hauttrockenheit ist ein Arztbesuch nicht zwingend notwendig. Eine Beratung zur optimalen Pflege und Reinigung der Haut beim Apotheker, Kosmetiker oder auch beim Dermatologen kann jedoch hilfreich sein.

Bleiben die Beschwerden trotz der Anwendung geeigneter Pflegeprodukte auf Basis hautverträglicher Inhaltsstoffe bestehen, bzw. treten weitere, auffällige Symptome wie Juckreiz oder Ekzeme auf, sollte die Ursache der trockenen Haut durch einen Arzt – am besten durch einen Dermatologen – abgeklärt werden.

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Im ersten Schritt wird die Krankheitsgeschichte erhoben: Der Arzt erfragt Art und Dauer der Beschwerden und prüft, ob bekannte Haut- oder Allgemeinerkrankungen vorliegen. Dann untersucht er die Haut gründlich auf sicht- und tastbare Auffälligkeiten. Den Zustand der Barrierefunktion der Haut kann der Dermatologe untersuchen, indem er die Hautfeuchte bzw. den Wasserverlust über die Haut misst.

Zur Diagnosestellung können auch Allergie-Tests, Laboruntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Hautbiopsien zum Einsatz kommen. Bei Verdacht auf eine noch unbekannte Grunderkrankung als Auslöser für die Hauttrockenheit verweist der Dermatologe den Patienten an einen entsprechenden Facharzt.

Hausmittel und andere Therapien gegen trockene Haut

Bei trockener Haut hilft oft bereits die optimale Reinigung und Pflege. Liegt eine Grunderkrankung vor, muss diese entsprechend therapiert werden.

Liegt der Hauttrockenheit keine krankhafte Ursache zugrunde, bieten spezielle Pflege- und Reinigungsprodukte auf Basis besonders verträglicher Inhaltsstoffe (oft ohne Duft- und Konservierungsstoffe) häufig eine gute Möglichkeit, um die Hautprobleme in den Griff zu bekommen.

Die richtige Pflege für (sehr) trockene Haut im Gesicht und am Körper

Auch in Bezug auf die Vorbeugung spielt die Hautpflege eine ganz zentrale Rolle. So sollten zum Waschen, Duschen oder Baden nur lauwarmes Wasser und milde Waschlotionen verwendet werden. Pflegeprodukte sollten eine ausreichende Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit und Fett gewährleisten und Feuchtigkeitsverluste reduzieren. Diese Anforderungen werden durch sogenannte Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O-Emulsionen) erfüllt.

Bestimmte Fettsäuren, die zum Beispiel in Soja-, Distel-, Weizenkeim-, Avocadoöl und Sheabutter enthalten sind und in Pflegeprodukten zum Einsatz kommen, können den Barriereschutz verbessern und einer Austrocknung entgegenwirken.

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Auch Hautpflegeprodukte auf Basis von Johanniskraut haben sich bei trockener, juckender Haut bewährt. Die Vitamine A und E werden häufig zugesetzt, das sie vor vorzeitiger Hautalterung schützen sollen. Spezielle Präparate können auch Harnstoff und Hyaluronsäure enthalten, die sich ebenfalls positiv auf die Feuchtigkeit der Haut auswirken können.

Stellt der Arzt fest, dass eine Hauterkrankung oder eine Allgemeinerkrankung für die Hauttrockenheit verantwortlich ist, steht die gezielte Therapie der Grunderkrankung im Mittelpunkt der ärztlichen Behandlung. Begleitend sollte auch hier auf geeignete Pflegeprodukte geachtet werden, um eine weitere Austrocknung zu vermeiden.

Bestimmte Medikamente und Berufe trocknen die Haut aus

Kann ein zeitlicher Zusammenhang des Auftretens der trockenen Haut mit der Einnahme bestimmter Medikamente hergestellt werden, kann unter Umständen das Absetzen des Präparats bzw. der Wechsel auf ein anderes Arzneimittel Besserung bringen. Hier ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erforderlich.

Wird die trockene Haut durch bestimmte äußere Einflüsse ausgelöst (etwa Haarfärbemittel im Friseurberuf) kann mitunter ein entsprechender Schutz (spezielle Schutzhandschuhe) und Pflege (Handcreme!) Besserung bringen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 23. November 2015
Quellen: Informationen der GD Gesellschaft für Dermopharmazie e. V. http://www.gd-online.de/german/veranstalt/images2009/GD_LLPflegeundReinigungtrockenerHaut30.04.2009.pdf Informationen der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e. V. http://www.dha-allergien.de/

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