Basiswissen gesunde Hautpflege

Welcher Hauttyp bin ich?

Mal ehrlich, wer will nicht durch ein strahlendes Äußeres beeindrucken? Passende Pflege für den eigenen Hauttyp macht`s möglich. Sie lässt die Haut frisch und vital aussehen.

Ein wenig von diesem, wahllos von jenem, das bringt selten Erfolg – schon gar nicht, wenn es um Hautpflege geht. Sie sollte individuell auf den Hauttyp abgestimmt sein. Dazu unterscheiden Kosmetikerinnen im Groben drei Hauttypen, hinzukommen Mischformen. Entscheidender Bestandteil richtiger Pflege ist das Reinigen der Haut. Es soll Schmutz, Schadstoffe, Kosmetikreste, Hautschüppchen, Schweiß, Fett und Keime entfernen. So verstopfen die Poren nicht, und die Haut kann atmen. Die Devise sollte immer „sanft, aber gründlich“ lauten, die Reinigung selbst aber nach Hauttyp variieren.

Normale Haut

Normale Haut hat kleine Poren und ist frei von Unreinheiten. Menschen mit diesem Hauttyp haben eine gut durchblutete Haut, die sich zart und geschmeidig anfühlt. Der Teint schimmert fein. Um Schweiß und Staub zu entfernen, reicht es, morgens und abends mit Wasser zu Werke zu gehen. Eine sanfte Seife oder eine Waschlotion sind aber auch erlaubt. Make-up sollte gründlich mit einem speziellen Reinigungsmittel entfernt werden. Wer zu diesem Hauttyp gehört, kann eine leichte, Feuchtigkeit spendende Creme mit UV-Schutz benutzen. Von übermäßigem Gebrauch von Pflegemitteln raten Kosmetikerinnen ab. Sie bringen das Gleichgewicht der Haut nur durcheinander.

Fettige Haut

Fettige Haut produziert vermehrt Talg. Sie glänzt meist an Nase, Stirn und Kinn und neigt zu großen Poren, Mitessern und Pickeln. Da die Hornschicht bei diesem Hauttyp relativ dick ist, wirkt fettige Haut oft schlecht durchblutet. Menschen mit fettiger Haut sollten sie morgens und abends mit Seife oder einer nicht rückfettenden Waschlotion reinigen, gründlich abwaschen und besonders fettige Hautpartien mit alkoholhaltigem Gesichtswasser abtupfen. Das desinfiziert, außerdem ziehen sich die Poren zusammen. Nach dem Reinigen empfehlen Kosmetikexperten eine leichte Feuchtigkeitscreme mit mattierender Wirkung. Besonders geeignet sind Gele, da sie kein Fett enthalten. Zudem sollte die Tagespflege einen UV-Filter besitzen – das gilt übrigens für jeden Hauttyp.

Trockene Haut

Trockene Haut ist der häufigste Hauttyp. Sie ist matt bis stumpf, neigt zu verfrühter Faltenbildung und spannt schnell, vor allem nach dem Waschen. Deshalb sollte bei trockener Haut keine Seife benutzt werden, sondern ein mildes, pH-neutrales Reinigungsmittel, das rückfettet. Danach sorgfältig mit Wasser abspülen, aber keinesfalls mit alkoholhaltigem Gesichtswasser abreiben. Um Rötungen oder Juckreiz zu vermeiden, können alkoholfreie Tonics zum Einsatz kommen. Als Pflege raten Fachleute am Tage zu einer leicht fetthaltigen Feuchtigkeitscreme; für reifere Haut sind Wasser-in-Öl-Emulsionen sehr gut geeignet. Ein UV-Filter schützt diesen Hauttyp gegen schädigende Einflüsse der Sonne. Zudem sollte trockene Haut mit einer fetthaltigen, wirkstoffreichen Nachtcreme verwöhnt werden. Denn nachts läuft die Hauterneuerung auf Hochtouren; die Zellen teilen sich im Schnitt achtmal häufiger als am Tag.

Verwöhnprogramm mit Wirkstoffen und Wickeln

Was viele nicht wissen: Feuchtigkeitscremes – egal für welchen Hauttyp – wirken besonders gut auf feuchter Haut, da sie aufnahmebereiter ist als trockene. Ein besonderer Kick fürs Gesicht ist ein Dampfbad. Es öffnet die Poren und lässt Wirkstoffe besser eindringen. Ein vorheriges Peeling kann diesen Effekt noch verstärken, da es Hautschüppchen beseitigt und die Durchblutung anregt. Aber Vorsicht: Rubbel-Orgien schaden mehr, als sie nutzen. Anschließend sollte man Pflegepräparate mit kreisenden Bewegungen sanft in die Haut einarbeiten – außer in der Augenpartie. Hier gilt: leicht mit den Fingerkuppen einklopfen.

Die Halspartie immer mit der gesamten Innenfläche der Hand von oben nach unten ausstreichen. Dazu eine Pflege passend zum Hauttyp verwenden. Apropos Hals: Hier ist die Haut besonders dünn und bedarf gesteigerter Aufmerksamkeit. Um den Hals schön und geschmeidig zu halten, haben sich Ölwickel bewährt. Dazu einfach zwei bis drei Esslöffel angewärmtes Öl aus Mandeln, Oliven oder Sonnenblumen mit einem Esslöffel flüssigem Honig anrühren und auf den Hals pinseln. Dann mit einem feuchten Baumwolltuch oder Frischhaltefolie abdecken, mit einem weichen Handtuch umwickeln und eine Stunde einwirken lassen.

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Autor: Martina Janning
Letzte Aktualisierung: 14. Dezember 2009
Quellen: Verbraucher Initiative, Öko-Test, Heike Höfler, Fitness-Training fürs Gesicht, Trias 2005


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