Tipps bei häufigen Angstträumen

Alptraum: Was tun gegen Horrortrips im Schlaf?

Alpträume machen nicht nur die Nacht zur Hölle, sondern oft auch den Tag. Die Horrortrips im Schlaf sind aber meist ganz normal. Bei fünf Prozent der Deutschen handelt es sich bei Angstträumen aber auch um eine waschechte Schlafstörung.

schlafprobleme durch alptraum
Alpträume kennt jeder. Doch bei fünf Prozent der Deutschen kommen sie häufiger als einmal pro Woche vor und werden dann als Schlafstörung klassifiziert.
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Der Partner stürzt den Abgrund hinab oder man wird von einem Mörder verfolgt: Solche Gruselszenarien spielen sich nachts immer mal wieder ab. Alpträume kennt jeder. Meist sind sie schnell vergessen.

Häufige nächtliche Horrortrips können Betroffenen das Leben aber auch tagsüber zur Hölle machen.

Was ist ein Alptraum?

Alpträume lösen so starke, negative Gefühle aus, dass man davon aufwacht. Neben Angst kann das auch Trauer, Ärger oder Ekel sein, erklärt Professor Michael Schredl. Er ist wissenschaftlicher Leiter der Schlafforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. In der Regel können sich Betroffene sehr gut an den Alptraum erinnern. Meist treten Alpträume in der zweiten Nachthälfte auf.

Es können aber auch schlechte Träume, von denen man nicht aufwacht, einen erheblichen Leidensdruck mit sich bringen, sagt Hans-Günter Weeß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.

Beeinflussen Alpträume auch den Tag oder gar das Leben?

"Alpträume hat jeder mal. Zum Problem werden sie erst, wenn ein starker Leidensdruck entsteht", erklärt Judith Koppehele-Gossel vom Institut für Psychologie an der Universität Bonn. Etwa wenn die Träume einen noch tagsüber in Angst versetzen oder Betroffene aus Furcht vor erneuten Alpträumen nicht mehr Schlafengehen mögen. Kommen Alpträume zudem häufiger als einmal in der Woche vor, würde bei Betroffenen wohl eine Angsttraumstörung diagnostiziert werden. Diese ist im Diagnosekatalog ICD-10 erfasst und gehört zu den Schlafstörungen. Insgesamt sind davon rund fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland betroffen.

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Welche typischen Alptraum-Szenarien gibt es?

Fallen, verfolgt werden, sich gelähmt fühlen, zu spät kommen und der Tod oder das Verschwinden einer nahestehenden Personen – das sind laut Schredl die fünf häufigsten Alptraum-Themen von Erwachsenen. Viele Menschen mit Alpträumen glauben, dass sie immer genau das Gleiche träumen, berichtet Koppehele-Gossel aus ihrer Arbeit. "Wenn sie dann aber ein Traumtagebuch führen, stellen sie schnell fest: Es sind nur bestimmte Elemente, die immer wieder auftauchen, aber die Abfolge oder der Zusammenhang zum Beispiel sind anders."

Warum haben manche Menschen Alpträume?

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Die genauen Ursachen von Alpträumen sind nicht geklärt. "Vor allem Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung sind besonders häufig betroffen", sagt Koppehele-Gossel. In ihren Alpträumen kehrt meist ein Thema immer wieder. Auch Stress kann mit Alpträumen einhergehen. Weeß ergänzt, dass auch die Veranlagung und Medikamente wie Blutdrucksenker oder Antidepressiva Alpträume begünstigen können. Und: Alkohol. "Wer Probleme mit Alpträumen hat, sollte auf das abendliche Gläschen verzichten."

Therapie: Wie behandelt man Alpträume?

Man sollte sich mit Alpträumen nicht abfinden, sie sind behandelbar. Im Fall des Falles kann der Hausarzt einen Psychotherapeuten oder einen Schlafmediziner empfehlen. Betroffene können es aber auch mit speziellen Techniken versuchen:

Autor:
Letzte Aktualisierung: 08. März 2016
Durch: sist

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