Körperpflege

Fußpflege: Übersicht

Das regelmäßige Pflegen der Füße hält Haut und Nägel gesund. Das ist die wichtig, damit die Füße ihre eigentliche Funktion erfüllen können: gehen ohne Schmerzen. Außerdem sehen gepflegte Füße sowohl bei Frauen als auch bei Männern schöner aus.

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Die Fußpflege, egal ob bei der Kosmetikerin oder zu Hause, beginnt mit einem Fußbad.
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Grundsätzlich können Sie Ihre Füße selber pflegen. In besonderen Fällen empfiehlt es sich allerdings, eine Fußpflegerin aufzusuchen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Ihre Füße eine ausgeprägte Hornhaut gebildet haben oder Sie an einer Erkrankung wie etwa einem diabetischen Fußsyndrom leiden. Unter solchen Gegebenheiten ist eine professionelle Hand gefragt, um Verletzungen während der Fußpflege vorzubeugen.

Die grundlegenden Schritte für die Pflege der Füße

  • Die Pflege beginnt mit einem Fußbad. Dafür nehmen Sie entweder warmes Wasser, oder Sie mischen eine sanfte Seifenlauge an, falls sich zum Beispiel vom Barfußlaufen hartnäckiger Schmutz festgesetzt hat. In das Wasser tauchen Sie Ihre Füße für etwa zehn Minuten. Das weicht Haut und Nägel auf.
  • Die noch nassen Füße suchen Sie nun nach Hornhaut ab. Eventuelle Schwielen beseitigen Sie mit einem Bimsstein. Von einem Hornhaut-Hobel lassen Sie bitte die Finger. Den sollte nur eine Fußpflegerin benutzen, weil er schnell zu Verletzungen der Haut führen kann.
  • Spülen Sie die Füße noch einmal kurz ab, und dann werden sie gut getrocknet, auch zwischen den Zehen.
  • Jetzt beginnen Sie das Kürzen der Nägel. Dabei ist es wichtig, dass Sie die Nägel nicht zu kurz schneiden. Sie sollten immer oberhalb des Nagelbetts enden. Außerdem müssen sie gerade abgeschnitten werden. Diese Maßnahmen verhindern das Einwachsen der Fußnägel.
  • Die Ecken der Nägel können Sie ein wenig abfeilen.
  • Bei Bedarf dürfen Sie nun die Oberfläche der Nägel mit einer Polierfeile bearbeiten, damit sie schön glänzen, oder Sie tragen Nagellack auf. Das sollte immer in drei Schichten passieren: Klarlack als Untergrund, Farblack und wieder Klarlack zum Fixieren. Dazwischen die Schichten gut trocknen lassen.
  • Zum Abschluss cremen Sie die Füße noch gut ein. Dazu sollten Sie eine spezielle Fußcreme verwenden.

Tägliche Maßnahmen, um die Füße zu pflegen

  • Nach dem Duschen müssen Sie die Füße immer sehr gut abtrocknen, vor allem zwischen den Zehen, wo sich sonst gerne Pilze einnisten.
  • Kontrollieren Sie die Füße regelmäßig auf Hornhaut, auch die Länge der Zehennägel sollten Sie im Blick behalten.
  • Falls Sie an den Füßen zu trockener Haut neigen sollten, ist es sinnvoll, die Füße täglich zu pflegen, indem Sie abends eine Feuchtigkeitscreme einmassieren.
  • Laufen Sie so oft wie möglich barfuß oder auf Strümpfen. Das trainiert die Fußmuskulatur und hilft, Verformungen der Füße zu vermeiden.

Fußpflege: Hornhaut an den Füßen vorbeugen

Hornhaut an den Füßen ist eine Folge ungewöhnlicher Belastungen. Meistens tritt sie auf, weil Schuhe immer an derselben Stelle drücken oder reiben. Die Haut wird dann als Schutz dicker. Sie wehrt also mögliche Schäden ab. In dieser Hinsicht ist zwar nicht jeder Mensch im gleichen Maße empfindlich, aber die wichtigste Strategie, um Hornhaut an den Füßen vorzubeugen, heißt dennoch: bequeme Schuhe tragen.

Hornhaut kann sich aber zum Beispiel auch unter der Fußsohle bilden, wenn Sie auf hartem Untergrund viel barfuß laufen. Wird die Hornhaut nicht entfernt, entsteht auf diese Weise ein effektiver Schutz gegen zu heißen Boden und kleine Steine. Genau das ist aber auch das Problem. Die Zellen, die uns Hitze und Schmerzen spüren lassen, sitzen in der mittleren Hautschicht, die sich Lederhaut nennt. Bildet sich an der Oberhaut der Füße eine dicke Schicht Hornhaut, nehmen wir Verletzungen in diesem Bereich gar nicht wahr. Eventuell trocknet die Haut dort aus, wird rissig und fängt schließlich doch an zu schmerzen. In diesem Stadium dauert es aber eine Zeit, ehe sich der Zustand der Haut durch intensive Pflege wieder normalisiert.

Parallel zum Tragen angemessener Schuhe sollten Sie daher immer dafür sorgen, dass die Haut Ihrer Füße genug Feuchtigkeit bekommt. So bleibt sie elastisch. Beide Maßnahmen zusammen beugen Hornhaut an den Füßen gut vor.

Fußpflege: Diabetische Füße

Ein gestörter Zuckerstoffwechsel kann viele Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Vor allem ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel führt unter anderem zu einer schlechteren Durchblutung sowie Schädigungen der Nerven. Diabetiker bemerken daher kleine Verletzungen der Füße oft nicht, weil auch das Schmerzempfinden herabgesetzt ist. Gleichzeitig ist die Haut ihrer Füße meistens extrem trocken. Diese Kombination kann dazu führen, dass es zu anscheinend harmlosen Einrissen kommt, die sich dann entzünden und nur noch schlecht verheilen.

Diabetiker sollten also noch aufmerksamer als andere Menschen auf ihre Füße achten. Dazu gehören tägliches Eincremen sowie eine Kontrolle, ob kleine Verletzungen vorliegen. Mit bequemen Schuhen sollten sie zudem Druckstellen vorbeugen. Ist doch Hornhaut entstanden, muss sie von einem medizinischen Fußpfleger, dem Podologen, entfernt werden.

Fußpflege: Krankheiten an den Füßen vorbeugen

Ein großer Bereich für Krankheiten der Füße sind Deformationen, etwa Hammerzehen, Fersensporn, Spreizfuß und viele mehr. Solche Verformungen sind zum Teil veranlagt oder entstehen wie der Fersensporn durch Überlastung. Meistens sind jedoch ungesunde Schuhe schuld. Häufig leiden Frauen an Krankheiten der Füße, die sie sich durch schlechtes Schuhwerk erworben haben. Permanentes Tragen hoher Absätze und vorne sehr spitz zulaufende Schuhe zwingen den Füßen auf Dauer ihre Form auf, und es kommt zu Fehlbildungen. Auch Hühneraugen und Hornhaut sind Krankheiten der Füße, die durch Druckstellen in Schuhen entstehen. Wer gesunde Füße behalten möchte, sollte daher im Alltag hauptsächlich Schuhe ohne Absatz aus einem atmungsaktiven Material wie Leder tragen. Die Sohle sollte gutes Abrollen ermöglichen. Häufiges Barfußlaufen baut zudem eine gesunde Fußmuskulatur auf.

Ein zweiter Bereich sind Krankheiten der Füße, die durch falsche Pflege verursacht werden. Eingewachsene Zehennägel wurden beispielsweise meistens zuvor zu kurz geschnitten. Fußpilz wiederum hat ein leichtes Spiel, wenn die Haut rissig ist, weil sie nicht genug Feuchtigkeit bekommt. Außerdem müssen besonders die Zehenzwischenräume immer gut abgetrocknet werden.

Wenn Sie Ihre Füße sorgfältig pflegen und zudem gesunde Schuhe tragen, können Sie den meisten Krankheiten der Füße aus dem Weg gehen.

Fußpflege: Schmerzende Füße

Es gibt viele Faktoren, die zu schmerzenden Füßen führen können. Das sind beispielsweise Verletzungen, Deformationen der Füße, Arthritis, Sehnenentzündung, Schleimbeutelentzündung, aber auch Warzen unter der Fußsohle. Nur einem Teil dieser Krankheiten können Sie effektiv vorbeugen. Darüber hinaus werden plötzlich auftretende, gleichmäßige Schmerzen aber meistens durch Überlastung ausgelöst, und das können Sie verhindern. Diese Art von schmerzenden Füßen tritt nach langem Stehen auf oder nach ausgiebigen Wanderungen. Gäste von Städtereisen kennen zum Beispiel häufig das Gefühl schmerzender Füße am Abend. Durch gezielte Entlastung können Sie ein wenig vorbeugen.

  1. Vermeiden Sie langes Stehen, soweit es möglich sein sollte. Setzen Sie sich zwischendurch und ziehen am besten sogar die Schuhe aus. Ein wenig Zehengymnastik regt die Durchblutung an. Auch eine kleine Massage tut den Füßen gut.
  2. Wenn Sie lange stehen oder gehen müssen, lohnt es sich, zwischendurch die Schuhe zu wechseln. Die Belastung auf dem Fuß wird dann ein wenig anders verteilt.
  3. Abends entspannen Sie Ihre Füße durch ein lauwarmes Bad und wieder eine Massage. Das hilft gegen schmerzende Füße.

Fußpflege: Kalte Füße

Bei kalten Füßen müssen Sie unterscheiden, ob es sich um ein chronisches Problem handelt, oder ob die Füße kalt sind, weil Sie insgesamt frieren. Denn der Körper sorgt automatisch dafür, dass die lebenswichtigen Organe als erstes mit Blut versorgt und warm gehalten werden. Versorgungsprobleme zeigen sich daher zuerst an Händen und Füßen.

An chronischen Erkrankungen können zum Beispiel ein zu niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen oder auch Probleme mit der Schilddrüse kalte Füße auslösen. Ein weiterer Faktor ist starkes Rauchen, weil es die Gefäße verengt. Chronische Erkrankungen müssen vom Arzt behandelt werden, meistens haben kalte Füße aber eine harmlose Ursache. Häufig sind schlanke Menschen betroffen, die durch die geringe Fettschicht schneller frieren. Außerdem haben häufiger Frauen kalte Füße als Männer, weil sie weniger Muskelmasse haben – Muskeln sind die Heizungen des Körpers.

Das können Sie akut gegen kalte Füße tun:

  • Tragen Sie keine zu engen Schuhe. Es muss Platz für ein Luftpolster sein, das sich durch die Körpertemperatur erwärmt.
  • An kalten Tagen legen Sie Thermopolster in die Schuhe.
  • Vermeiden Sie es, lange auf der Stelle zu stehen.
  • Sorgen Sie für genug Schlaf, und essen Sie regelmäßig. Beides verhindert, dass Sie leichter frieren und auch die Füße kalt werden.
  • Trinken Sie mindestens anderthalb Liter Wasser am Tag. Wird Ihr Körper nicht mit genug Flüssigkeit versorgt, sinkt der Blutdruck.
  • Sorgen Sie durch Zehengymnastik für eine bessere Durchblutung.
  • Bewegung bringt ebenfalls die Durchblutung in Gang. Bei einem strammen Marsch werden die kalten Füße ruckzuck wieder warm.
  • Im akuten Fall hilft ein warmes Fußbad am besten. Anschließend die Füße gut abtrocknen, massieren und warme Socken anziehen.
  • Tragen Sie nachts Socken. Das hilft gegen kalte Füße im Bett.

Fußpflege: Fußbad

Eine kleine Wanne für die Füße ist eine gute Anschaffung. Denn mit regelmäßigen Fußbädern können Sie erheblich zu Ihrem Wohlbefinden beitragen. So setzen Sie ein Bad für die Füße richtig ein:

  1. Mit einem zehnminütigen Bad in lauwarmem Wasser weichen Sie Haut und Zehennägel für die Fußpflege ein. Das Wasser können Sie bei Bedarf mit milder Seifenlauge versetzen.
  2. Warme Fußbäder helfen gegen kalte Füße.
  3. Wechselbäder für die Füße regen den Blutkreislauf an. Dafür stellen Sie sich zwei Wannen hin, eine mit kühlem und eine mit sehr warmem Wasser. Dann tauchen Sie die Füße abwechselnd ein, für jeweils drei Minuten.
  4. Im Sommer verschafft ein kühles Fußbad ein angenehmes Gefühl, vor allem, wenn es mit erfrischenden Badezusätzen wie Menthol oder Limette versehen ist.
  5. Ein lauwarmes Fußbad entspannt die Muskulatur und hilft daher gegen schmerzende Füße nach langem Stehen oder Gehen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 19. Februar 2015
Quellen: Flörke, A./Dr. Flörke-Klepper, St.: Das große 1 x 1 der Manicure & Pedicure, Flörke Verlag, 1999 Ruck, H. (Hrsg.): Handbuch für die medizinische Fußpflege: Grundlagen und Praxis der Podologie, Hippokrates, Februar 2005 Stiftung Warentest: Diabetiker: Die Füße gut pflegen, Test, 03/2010 Stiftung Warentest: Fußpflege – Oh Sohle mio, Test 08/2008 Dr. Wolansky, R.: Fußlexikon, Schattauer Verlag, 2009

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