Hohe Absätze und Venenleiden

High Heels: Risiko für die Venen

Stöckelschuhe gelten als Symbol für Weiblichkeit und Erotik. Die hohen Absätze verlängern optisch die Beine, betonen die Waden, lassen den Po runder erscheinen und heben den Busen an. Viele Frauen fühlen sich auf High Heels anmutig und begehrenswert. Doch der schöne Schein kann Folgen haben, die gar nicht sexy sind: Rückenschmerzen, Druckstellen an den Zehen und Krampfadern.

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Hohe Absätze sehen zwar schön aus, belasten aber den Körper.
Getty Images/Top Photo Group RF

Hohe Absätze belasten den Körper: Die hochgestellte Ferse verringert die Auflagefläche des Fußes, das Körpergewicht verlagert sich auf den vorderen Teil, die Zehen werden zusammengedrückt. Das Ergebnis sind Druckstellen und deformierte Fußballen. Zudem können hohe Absätze zu einer Verkürzung der Wadenmuskulatur führen. Andere Folgen, wie Rückenschmerzen oder zeigen sich häufig erst nach jahrelangem Tragen von Stöckelschuhen. Sie entstehen, weil sich durch das Nach-Vorne-Rutschen des Fußes die Funktion der Fußgelenke verändert. Knie und Hüfte werden beim Gehen anders belastet und die Gelenke nutzen sich schneller ab.

Venenleiden sind keine Lappalie

Ungesund sind High Heels auch für die Venen. Diese haben die Aufgabe, verbrauchtes, sauerstoffarmes Blut aus den Beinen wieder hoch zum Herzen zu transportieren. Hohe Absätze führen dazu, dass sich das Blut in den Beinvenen sammelt. Das überlastet die Venen, die Gefäßwände erschlaffen und weiten sich. Aus den erweiterten Venen entstehen Krampfadern. Schon bevor Venenleiden so äußerlich sichtbar werden, machen sie sich meist durch schwere und geschwollene Beine bemerkbar.

Auch Kribbeln in den Beinen und Besenreiser können erste Anzeichen einer Venenschwäche sein. Bleibt der Blutstau in den Beinen unbehandelt, werden die Gefäße durchlässig für Flüssigkeit und in den Beinen sammelt sich Wasser (Ödeme), was im schlimmsten Fall zu offenen Beinen führen kann. Schon leichte Beschwerden sollten daher ernst genommen und mit einem Arzt abgeklärt werden.

Tipps gegen geschwollene Beine

Lifeline/Wochit

 

Venen brauchen Pflege - gerade bei hohen Absätzen

Um Venenleiden und andere Gesundheitsschäden zu vermeiden, müssen Stöckelschuh-Fans keinen völligen Verzicht üben. Doch, wie so oft, gilt auch hier: weniger ist mehr. Es empfiehlt sich, hohe und flache Absätze abzuwechseln, also beispielsweise: auf dem Weg zum Rendezvous ein Modell mit niedrigen Absätzen tragen und erst vor dem Restaurant in High Heels steigen, oder zur Präsentation Stöckelschuhe anziehen und am Schreibtisch wieder in flache Schuhe schlüpfen. Zwischendurch immer mal wieder die Beine hochlegen und so oft wie möglich . Das bessert die Fließeigenschaften des Blutes und festigt die Muskeln.

Schmerzen die Beine nach einer durchtanzten Nacht in Stilettos, können kühlende Cremes oder Sprays mit Rosskastanie, Arnika oder Menthol Linderung bringen. Haben sich bereits Venenleiden eingestellt, helfen oft pflanzliche Präparate. Rosskastanie etwa erhöht die Spannkraft der erschlafften Venen, verbessert die Abdichtung der Venenwände und schützt die Gefäße. Zudem verbessert Rosskastanie die Fließeigenschaft des Blutes; es wird wieder schneller aus den Beinen in Richtung Herz transportiert. Schwellungen gehen zurück, Schmerzen, Schweregefühle, Juckreiz und Kribbeln in den Beinen lassen nach.

Zehn Tipps gegen geschwollene Beine

Autor:
Letzte Aktualisierung: 05. Juni 2014
Quellen: Nach Informationen der Deutschen Venenliga, der Deutschen Gefäßliga und venoplant.de

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