Anti Falten Cremes und weitere Methoden

Anti Aging Hautpflege und mehr

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Es gibt eine Vielzahl von Anti-Aging Mitteln für die Haut.
Getty Images/Goodshoot RF

Die Zahl der Anti-Aging-Mittel für die Haut hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Wissenschaftler forschen an immer neuen Wirkstoffen und Methoden, um den Alterungsprozess der Haut aufzuhalten. Neben einer gesunden Lebensweise und verschiedenen Pflegeprodukten sollen zum Beispiel auch Unterspritzungen die Falten glätten.

Die Haut ist das größte menschliche Organ und vor allem für Frauen ein bedeutsamer Maßstab für den Alterungsprozess. Daher hat der Markt an Anti-Aging-Mitteln für die Haut in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Wissenschaftler forschen an immer neuen Methoden und Wirkstoffen, um dem Alterungsprozess der Haut entgegenzuwirken. Dabei steigt auch die Zahl der männlichen Abnehmer von Anti-Aging-Produkten immer weiter an.

Alterungsprozess der Haut

Bereits ab 30 beginnt sich die Haut bei Frauen zu verändern. Sie verliert an Spannkraft und Feuchtigkeit. Erste Mimikfalten treten auf. Bei Männern beginnt dieser Prozess in der Regel etwas später, ab dem 35. Lebensjahr. Ab dem 40. Lebensjahr kommen mehr und mehr Falten hinzu und bestehende Falten werden tiefer.

Männer haben ein dichteres Bindegewebe als Frauen. Bei Frauen können sich vergrößerte Fettzellen leichter durch das Bindegewebe nach oben drücken. Diese Fettzellen lagern sich dellenförmig unter der obersten Hautschicht an und führen zu Cellulite – auch als Orangenhaut bekannt. Da sich überschüssiges Fett bei Frauen hauptsächlich an Po und Oberschenkeln ansammelt, kommt an diesen Stellen der Haut besonders häufig Cellulite vor. Der Markt an Anti-Aging-Mitteln gegen Cellulite wird ebenfalls stetig größer.

Freie Radikale beschleunigen das Altern der Haut

Eine weitere Rolle beim Alterungsprozess der Haut spielen die sogenannten Freien Radikale. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen entstehen als Abfallprodukte beim normalen Stoffwechsel des Menschen. In der Regel werden sie von körpereigenen Stoffen unschädlich gemacht. Das klappt jedoch nicht immer; ein Rest an Radikalen bleibt übrig und kann in Ihrem Körper Schäden anrichten und den Alterungsprozess beschleunigen. Auch zu viel UV-Strahlung (z.B. durch intensive Sonnenbäder oder Solarium) sowie Nikotinkonsum führen zu einer Bildung von Freien Radikalen, die Ihre Haut schneller alt aussehen lassen. Bei Frauen kommt hinzu, dass ihr Östrogenspiegel nach der Menopause sinkt, was zur Folge hat, dass die Haut trockener und schlaffer wird.

Hilfe gegen Falten

Der Dermatologe schlägt ein 3-Stufen Programm vor: eine Kosmetik-Intensivbehandlung mit einem Fruchtsäurepeeling, Injektionen mit dem Nervengift Botox und dem Faltenfiller Hyaluronsäure. Vorher-Nachher-Bilder zeigen die Erfolge nach jedem Behandlungsschritt.

Anti-Aging-Mittel für die Haut

Die Zahl der Anti-Aging-Mittel für die Haut ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Fest steht, dass Ihre Haut mit zunehmendem Alter Feuchtigkeit verliert. Deshalb ist es ratsam, Ihre Haut mit feuchtigkeitsspendenden Produkten zu pflegen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass diese keine allergieauslösenden Stoffe enthalten. Dazu können Sie zum Beispiel Ihren Hautarzt oder unabhängige Kosmetiker befragen.

Mittlerweile steht auch für Männer eine ganze Reihe an Anti-Aging-Mitteln in Form von Hautpflegeprodukten zur Verfügung. Da Männerhaut insgesamt dicker und grobporiger ist und mehr Talg produziert, sind die Pflegeprodukte entsprechend angepasst. Frauen sollten deshalb keine Pflegeprodukte für Männer benutzen und umgekehrt.

Sogenannte Antioxidantien sollen die Freie Radikale im Körper unschädlich machen. Natürliche Antioxidantien sind zum Beispiel Vitamin C und E sowie Betacarotin. Auch einige Inhaltsstoffe von grünem Tee gelten als Radikalfänger. Antioxidantien werden unter Anderem auch verschiedenen Pflegeprodukten beigefügt.

Außer der richtigen Hautpflege empfiehlt es sich, möglichst auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee. Sport, frische Luft und eine gesunde ausgewogene Ernährung können Cellulite vorbeugen und verleihen Ihnen einen frischen und jungen Teint. Achten Sie außerdem auf einen ausreichenden Sonnenschutz.

Anti-Aging-Mittel gegen Falten

Zusätzlich zu diesen natürlichen Anti-Aging Methoden besteht die Möglichkeit, dass Sie sich Ihre Falten unterspritzen lassen. Dabei können Sie zwischen einer Vielzahl von Präparaten wählen. Die bekanntesten sind unter anderem Botulinumtoxin, Hyaloronsäure und Kollagen. Botulinumtoxin lähmt die Muskulatur und wird daher bei dynamischen Falten angewendet. Die Wirkung hält etwa vier bis sechs Monate an.

Hyaloronsäure und Kollagen kommen natürlicher Weise im Bindegewebe von Menschen und Tieren vor. Ärzte spritzen in der Kosmetik häufig tierisches Material. Seit einiger Zeit verwenden sie aber auch sogenannte nichtanimalische stabilisierte Hyaloronsäure, bei der es zu weniger Allergien kommen soll, jedoch andere Überempfindlichleiten auftreten können. Die Dauer hängt von der gespritzten Substanz ab. Bei allen Verfahren, bei denen Ihnen der Arzt die Falten unterspritzt, kann es zu Nebenwirkungen wie Unverträglichkeit oder Gesichtsentstellungen (vorübergehend oder langfristig) kommen.

Operative Anti-Aging-Verfahren und Laser

Zu guter Letzt haben Sie die Möglichkeit, Ihre Haut durch ein operatives Verfahren straffen zu lassen. Ärzte führen sogenannten Face- oder Stirn-Liftings unter Vollnarkose durch. Dabei schneiden sie zum Beispiel die Haut entlang des Haaransatzes auf, ziehen diese straff und vernähen sie wieder. Neben einem misslungenen Ergebnis besteht bei diesen Eingriffen auch das Risiko der Vollnarkose. Mittlerweile setzen Ärzte immer häufiger auch Laser ein, um altersbedingte Hauterscheinungen wie Pigmentflecken oder Krähenfüße zu entfernen. Auch hierbei können Nebenwirkungen auftreten.

Informieren Sie sich gut, bevor Sie sich behandeln lassen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob die ausführende Klinik oder Praxis einen seriösen Ruf hat. Dies erkennen Sie unter anderem daran, ob Sie früh über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt werden und ob unnötige Behandlungen abgelehnt werden.

Autor: Dipl.-Biol. Ulrike Ibold dr. waitz l medproduction, Redaktionsbüro Medizin und Gesundheit Köln
Letzte Aktualisierung: 06. Oktober 2010
Quellen: Sommer, B., Bergfeld, D.: Sanfte Schönheit, Trias Verlag, Stuttgart 2005 Universitätsklinikum Bonn: Plastische und ästhetische Chirurgie: www.ukb.uni-bonn.de/42256BC8002AF3E7/vwWebPagesByID/B49734CD3E7FF180C12574B9004188A5 (Abruf: 06.10.2010) Voss, W., Siebrecht, S., Jermann, R.: Gesunde Haut, Trias Verlag, Stuttgart, 2005

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