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Asthma Therapie

Therapieziele: Spätschäden vermeiden

Ist ein Asthma-Anfall vorüber und sind die Beschwerden verschwunden, vergessen viele Patienten ihre Medikamente wieder. Dabei muss die Behandlung konsequent fortgeführt werden, um Spätschäden zu vermeiden.

Was viele Betroffene nicht wissen: Asthma ist eine dauerhafte Entzündung der Bronchien, in deren Folge es immer häufiger zu Verkrampfungen, also Verengungen, der Luftwege kommt, wenn der Patient unbehandelt bleibt. Es entsteht Luftnot bis hin zu regelrechten Anfällen, die mitunter auch lebensbedrohlich sein können. Daher ist es von größter Bedeutung, nicht nur die Anfälle, also die Symptome, zu behandeln, sondern die Ursache, das heißt die Entzündung, dauerhaft zu bekämpfen. Geschieht dies nicht, kann die Erkrankung im Laufe der Zeit von einer leichteren in eine schwerere Form übergehen: Der Patient erleidet immer häufiger Anfälle, auch die Schwere der Symptome nimmt zu. Entsprechend belastet ihn seine Überempfindlichkeit der Lungen zunehmend. Außerdem muss er möglicherweise mehr und häufiger Medikamente einnehmen. Daher muss die Asthma-Therapie nicht nur die Symptome beim akuten Anfall lindern, sondern auch diese unheilvolle Entwicklung hinauszögern oder sogar verhindern.

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Therapieziel: Dauer- und Spätschäden vermeiden

Außerdem lösen die Entzündungsreaktionen, die das Asthma verursachen
(s. auch Krankheitsentstehung), Umbauvorgänge in der Lunge aus, wenn sie nicht konsequent behandelt werden. Letztendlich können hieraus Vernarbungen entstehen, die das gesunde Gewebe nach und nach verdrängen und die Funktionsfähigkeit der Lunge dauerhaft beeinträchtigen. Darunter kann auch das Herz leiden, weil es stärker pumpen muss, um die Sauerstoffversorgung aufrecht zu erhalten. Gelingt dies nicht, können verschiedene Organe durch den Sauerstoffmangel geschädigt werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich die Verengung der Atemwege eines Tages nicht mehr vollständig zurückbildet: Dann wirken die Medikamente nicht mehr richtig.

Moderne Therapiekonzepte schützen vor Spätschäden

Um die genannten Therapieziele zu erreichen, muss der Patient sein Asthma so früh wie möglich und sehr konsequent behandeln - mit Medikamenten und mit nicht-medikamentösen Maßnahmen (s. auch medikamentöse Therapie und nicht medikamentöse Therapie). Ist das Asthma bereits fortgeschritten (Stufen 2, 3 und 4), reicht es nicht mehr aus, nur beim akuten Anfall Medikamente zu nehmen. In diesen Fällen muss der Betroffene seine Therapie auch dann noch fortführen, wenn er nicht unter Symptomen leidet. Doch die Konsequenz lohnt sich: Denn so können viele Menschen trotz Asthma ihr Leben noch lange ohne größere Einschränkungen und Beschwerden genießen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website
www.luft-zum-leben.de in der Rubrik Behandlung / Therapieziele.


Autor: Springer Medizin
Stand: May 22, 2006


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