Steroide bei Asthma
Inhalative Therapie ohne Bedenken
Inhalative Steroide sind der Goldstandard in der Asthma-Therapie. Kritiker äußern jedoch immer wieder Bedenken - vor allem bei Kindern. Zu Unrecht, wie eine aktuelle Studie bestätigt: Die Vorteile überwiegen.
Seit fast 20 Jahren sind die inhalierbaren Steroide auf dem Markt. Trotzdem halten sich hartnäckige Bedenken hinsichtlich möglicher Risiken gerade für Kinder, Frauen und ältere Menschen. Um diesen Vorbehalten auf den Grund zu gehen, analysierte das Team um Dr. Frank T. Leone der Thomas Jefferson University in Philadelphia insgesamt 108 Asthma-Studien. Ihr Resümee: Die Vorteile wiegen die Risiken bei weitem auf.
Als mögliche Risiken wurden in erster Linie eine Abnahme der Knochendichte, grauer bzw. grüner Star, Wachstumsstörungen und eine dünne Haut genannt. Weit verbreitet ist vor allem die Meinung, dass Kinder, die inhalative Steroide nehmen, häufig eine geringe Knochendichte und ein gestörtes Größenwachstum haben. Die Forscher fanden reichlich Beweise, welche diese sich hartnäckig haltenden Hypothesen widerlegen. Lediglich bei Erwachsenen, die über einen langen Zeitraum hohe Dosen von Steroiden einnahmen, war in einigen Fällen ein Einfluss auf die Knochendichte festzustellen. Bei Kindern konnte hingegen nur bezüglich der Neigung zu Blutergüssen ein Zusammenhang mit der Einnahme von inhalativen Steroiden festgestellt werden.
Nach Ansicht der Forscher sind diese nachweisbaren Nebenwirkungen der Therapie angesichts der eindeutigen Vorteile zu vernachlässigen - inhalative Steroide sind der Goldstandard in der Therapie von Asthma.
BSMO, 15.01.2005
Nach Informationen der Fachzeitschrift Chest und MedlinePlus.



