Weniger Asthma-Todesfälle
Durch inhalative Therapie in den USA
Immer weniger Menschen sterben in Amerika an den Folgen eines Asthma bronchiale. Die Zahl der durch Asthma hervorgerufenen Todesfälle stagnierte zwischen 1989 und 1999 und fällt seitdem kontinuierlich ab. Derzeit sterben 1,6 von 100.000 Einwohnern der USA an ihrer Erkrankung.
"Am wahrscheinlichsten ist, dass die Abnahme der Asthma-Todesfälle auf die verbesserten Therapiemöglichkeiten, die uns heutzutage zur Verfügung stehen, zurückzuführen ist,", sagt Dr. Michael Sly von der Universität Washington. In seiner kürzlich veröffentlichten Studie untersuchte er die Zahl der asthmabedingten Todesfälle in den USA.
Sly erklärt, dass gleichzeitig mit dem Rückgang der Todesfälle die Verschreibungen von Medikamenten zur Asthmabehandlung zugenommen habe. Vor allem der positive Einfluss inhalativer Kortisonpräparate sei hier zu nennen.
1978 lag die Zahl der durch Asthma hervorgerufenen Todesfälle noch bei 0,8 von 100.000 Einwohnern. Bis 1989 stieg sie Jahr für Jahr an und betrug 1989 2,0 Fälle auf 100.000 Bewohner. Nach zehn Jahren der Stagnation sinkt nun die Zahl der asthmabedingten Todesfällen stetig. Im Jahr 2000 starben 1,6 von 100.000 Menschen in den USA an Asthma.
Betrachtet man die Zahlen näher, so zeigt sich, dass Frauen immer noch häufiger ihrem Asthma erliegen als Männer. Kinder unter fünf Jahren versterben selten an ihrer Erkrankung. Bei älteren Kindern kam es jedoch in den letzten Jahrzehnten zu einem Anstieg der Todesfälle. Glücklicherweise konnte dieser Trend in den letzten Jahren gestoppt werden.
(BSMO)
Quelle: Nach Informationen von MedlinePlus, April 2004



