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Asthma Inhalator

Pulverinhalator vereinfacht Asthma-Therapie

Die Therapie mit einem Asthma Inhalator gegenüber der Tabletten-Einnahme viele Vorteile: Die Linderung tritt eher ein, die Dosis ist oft geringer, es gibt fast keine Nebenwirkungen und die Medikamente gelangen direkt an den Wirkort - die Lunge. Es gibt verschiedene Asthma Inhalatoren: Pulverinhalatoren oder Dosieraerosole. Erstere sind oft beliebter, weil ihre Anwendung einfacher ist.

Da beim Asthma die dauerhafte Anwendung der Medikamente von zentraler Bedeutung ist, um Spätfolgen und Komplikationen zu vermeiden (s. auch medikamentöse Therapie), spielt auch der richtige Umgang mit dem Asthma Inhalator eine herausragende Rolle: Es reicht nicht aus, die Medikamente konsequent anzuwenden, sie müssen auch richtig eingeatmet werden, weil sie sonst nicht dort ankommen, wo sie wirken sollen. Dem Patienten stehen zwei gängige Asthma Inhalatoren zur Verfügung: die Pulverinhalatoren und die Dosieraerosole - jedes benötigt eine andere Atemtechnik.

Bei ihrer Anwendung gibt es daher große Unterschiede. Wie die Ärzte Zeitung berichtet (11.09.2002), können 70% der Patienten mit ihrem Dosieraerosol nicht richtig umgehen. Besonders Asthmatikern mit Problemen in der Feinmotorik und Koordination gelinge die Inhalation nicht richtig. Wie Professor Wolfgang Petro von der Klinik in Bad Reichenhall gegenüber der Fachzeitung erklärte, ist die Fehlerquote mit den Pulverinhalatoren demgegenüber deutlich geringer.

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Dosieraerosole erfordern gute Koordination

Die Dosieraerosole enthalten ein Treibmittel, das den Wirkstoff vernebelt und in die Lunge transportiert. Zunächst waren das Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), doch weil diese die Ozonschicht schädigen, sind in Deutschland seit Anfang 2003 keine FCKW-haltigen Dosieraerosole mehr erhältlich. Die Umstellung auf die heutigen, FCKW-freien Dosieraerosole lief über mehrere Jahre und war sehr aufwändig, weil es nicht ausreichte, nur das Treibmittel auszutauschen. Die Medikamente und die Inhalationsgeräte mussten umfassend angepasst und überprüft werden.

Doseriaerosole werden auch als hand- oder druckausgelöste Inhalationssysteme bezeichnet, weil der Wirkstoff erst dann zur Verfügung steht, wenn der Patient per Handdruck auf das Gerät einen Sprühstoß auslöst. Daher spielt hier die richtige Koordination von Handbewegung und Atmung eine besondere Rolle: Der Patient muss zunächst tief ausatmen und dann gleichzeitig den Sprühstoß auslösen und tief einatmen. Bei falscher Anwendung gelangt das Medikament nicht in ausreichender Menge in die Lunge und kann nicht richtig wirken. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Patienten Probleme mit diesem System als Asthma Inhalator haben und selbst dem Geübten noch Fehler unterlaufen.

Eine vorgeschaltete Inhalationskammer (Spacer) kann die Handhabung beispielsweise bei kleinen Kindern erleichtern. Das Aerosol gelangt dann zunächst in die Kammer und lässt sich zeitlich unabhängig vom Sprühstoß in mehreren Zügen einatmen. Der Spacer wird zudem angewendet, um beispielsweise bei inhalativen Kortikoiden die Wirkung zu erhöhen und die Nebenwirkungen in der Mundhöhle zu mindern. Doch diese Vorschaltkammern sind groß und unpraktisch im Alltag.

Einzelheiten zur Atemtechnik bei Dosieraerosolen finden Sie auf der Website
www.luft-zum-leben.de.

Pulverinhalatoren sind einfacher anzuwenden

Die Pulverinhalatoren verzichten völlig auf Treibgas und stellen daher eine umweltverträglichere Alternative dar, denn die FCKW-freien Treibgase in den Dosieraerosolen schädigen zwar nicht mehr die Ozonschicht, heizen aber noch den Treibhauseffekt an. Dagegen wird das Medikament bei den Pulverinhalatoren vom Patienten aktiv eingeatmet.

Die Pulverinhalatoren sind bei vielen Patienten beliebt, weil sie einfach zu bedienen und praktisch sind. Der Wirkstoff wird durch Spannen, Drehen oder Drücken am Gerät vor das Mundstück transportiert. Erst dann atmet der Asthmatiker kräftig ein, die Koordination von Handbewegung und Atmung entfällt. Die Atemkraft muss bei den Pulverinhalatoren jedoch größer als bei den Dosieraerosolen sein, weil bei letzteren das Treibmittel den Transport in die Lunge erleichtert. Aber die meisten Patienten können kräftig genug einatmen, um die Pulverinhalatoren richtig anzuwenden - bei Geräten mit geringem Gerätewiderstand reicht schon ein Atemfluss von 30 l/min aus (s. auch Untersuchungen). Nur alte oder schwerkranke Patienten und kleine Kinder können Probleme mit dieser Form der Therapie haben. Fünf- bis Sechsjährige gehen allerdings bereits in vielen Fällen richtig mit den Geräten um.

Einzelheiten zur Atemtechnik bei Pulverinhalatoren finden Sie auf der Website
www.luft-zum-leben.de.

Kombinationspräparate erleichtern Therapie

Insbesondere beim fortgeschrittenen Asthma ist es häufig notwendig, mehrere Medikamente zu kombinieren: Auch hier steht die einfache Anwendung im Vordergrund, um den Erfolg der Therapie zu gewährleisten. Daher sollten die unterschiedlichen Medikamente mit dem gleichen System verabreicht werden, damit sich der Patient nicht ständig umstellen muss. Eine deutliche Vereinfachung stellen die fixen Kombinationen dar, die seit einiger Zeit zur Verfügung stehen. So gibt es beispielsweise inzwischen Präparate, die sowohl ein Kortikoid als auch ein langwirkendes Beta-Sympathomimetikum enthalten (s. auch medikamentöse Therapie). Der Vorteil für den Patienten: Er muss sich nur an eine Art von Asthma Inhalator gewöhnen und atmet mit einem Zug gleich zwei Medikamente ein.

Schulungen für Inhalatoren sind wichtig

Sowohl die Pulverinhalatoren als auch die Dosieraerosole stehen als eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte zur Verfügung. Der Arzt wird im Gespräch mit dem Patienten ein Gerät empfehlen, dass sich im individuellen Fall anbietet. Die Wahl hängt unter anderem ab vom Alter, von der verbliebenen Lungenfunktion und von Begleiterkrankungen des Patienten. Beim Umgang mit dem Gerät und Üben der Atemtechnik kann der Arzt helfen, doch auch spezielle Schulungen sind unterstützend sehr sinnvoll. Ein drittes System, die Düsen- oder Ultraschallvernebler, wird hauptsächlich bei Kleinkindern oder beim akuten schweren Asthma-Anfall eingesetzt.

Weitere Informationen zur inhalativen Therapie und Inhalationssystemen finden Sie auf der Website www.luft-zum-leben.de.


Autor: Springer Medizin
Stand: May 14, 2003


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