Impfungen bei Asthmatikern
Sind sie wirkungslos?
Kann Asthma oder die medikamentöse Behandlung von Asthma verhindern, dass eine Impfung erfolgreich vor Krankheiten schützt? Diese Frage stellte sich US-amerikanischen Forschern, als bei einer Windpockenepidemie in den USA Kinder mit Asthma trotz Impfung siebenmal häufiger an Windpocken erkrankten als Kinder ohne Asthma. Diesem Phänomen sind Forscher aus Atlanta nun auf den Grund gegangen. Sie untersuchten, ob die Medikamente, die gegen das Asthma eingenommen wurden, tatsächlich zu einem Versagen des Impfschutzes führen können. Dazu analysierten sie die Daten von fast 90.000 geimpften Kindern.
Es zeigte sich, dass Asthma alleine das Risiko eines Impfversagens nicht erhöhte. Auch die medikamentöse Therapie mit Inhalatoren, bei denen die Steroide über die Lunge aufgenommen werden, beeinträchtigt den Impfschutz nicht. Allerdings beobachteten die Forscher, dass orale Steroide, wurden sie nach der Impfung verabreicht, zu einem häufigeren Versagen des Impfschutzes führten. Ob auch andere Impfungen durch den Gebrauch oraler Steroide beeinträchtigt werden, muss noch geklärt werden.
Quelle: Nach Informationen von Reuters Health Information



