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Schwangerschaft

Auch Schwangere sollten ihre Asthma-Medikamente weiter einnehmen

Während der frühen Schwangerschaft reduziert oder stoppt eine Vielzahl von Asthmatikerinnen die Einnahme ihrer Medikamente, obwohl Leitlinien renommierter Fachgesellschaften die kontinuierliche Weitergabe empfehlen.

Eine Umfrage aus den USA, an der 8.000 schwangere Asthmatikerinnen teilnahmen, zeigte, dass besonders in den ersten fünf bis 13 Wochen der Schwangerschaft der Medikamentengebrauch signifikant zurückging. Die Verschreibung inhalativer Glukokortikoide ging um 23%, kurzwirksamer Beta-Agonisten um 13% und der Glukokortikoide als Notfallmedikation um 54% zurück. Als Vergleich dienten die letzten 20 Wochen vor und die ersten fünf Wochen nach der letzten Menstruation. Bis zur 26. Schwangerschaftswoche stieg die Einnahme der kurzwirksamen Beta-Agonisten wieder signifikant an. Auch der Gebrauch anderer Asthmamedikamente nahm in den Wochen sechs bis 13 und 14 bis 26 nach der letzten Periode zu, doch blieb die Anwendung unter dem Niveau, das vor der Schwangerschaft bestand.

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Die Gründe, warum schwangere Asthmatikerinnen im ersten Trimester ihre Medikamente reduzieren oder gar absetzen, wurden in der Studie nicht untersucht. Doch vermuten die Autoren, dass die Angst vor negativen Auswirkungen auf das Ungeborene Frauen und auch Ärzte zu einem vorsichtigen Einsatz der Arzneimittel bewegt. Allerdings schaden inhalative Glukokortikoide und kurzwirksame Beta-Agonisten bei richtiger Anwendung weder der Schwangeren noch dem Fötus, so Ergebnisse anderer Untersuchungen. Im Gegenteil: Eine gute Asthmakontrolle wirkt sich eher positiv aus. Asthmatikerinnen im gebärfähigen Alter und auch ihre Ärzte müssen verstärkt über die Notwendigkeit einer guten Asthmaeinstellung in der Schwangerschaft aufgeklärt werden, schlussfolgern die Forscher. Nicht nur die Erkenntnis, „für zwei zu essen”, sondern auch „für zwei zu atmen”, sei für Schwangere mit Asthma nützlich, bringt es die Studienleiterin Tina V. Hartert auf den Punkt.


Quelle: Informationen von Reuters Health, Juli 2006.
Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 19, 2007


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