
Schwangerschaft
Asthma: Schwangere oft unzureichend behandelt
Sowohl vor als auch während einer Schwangerschaft werden junge Frauen mit Asthma oft nur unzureichend behandelt. Dies ergab eine US-amerikanische Studie.
Es ist sehr wichtig, dass Asthma während einer Schwangerschaft gut eingestellt ist und die Schwangere keine Anfälle erleidet. Daher wird in den aktuellen Asthma-Leitlinien empfohlen, dass auch während der Schwangerschaft die Asthma-Behandlung fortgeführt werden sollte. Dabei kommen in erster Linie Medikamente zum Einsatz, die man inhalieren kann, da so am wenigsten von dem Wirkstoff in die Blutbahn gelangen und auf diesem Wege das Kind erreichen kann. So werden mögliche Nebenwirkungen minimiert.
Dennoch werden viele Frauen während einer Schwangerschaft nicht ausreichend therapiert, was eine aktuelle Studie US-amerikanischer Forscher ergab. Vor der Schwangerschaft erhielten 334 Frauen eine Asthma-Therapie. Während der Schwangerschaft verringerte sich diese Zahl deutlich: Von den 142 Frauen, die vor der Schwangerschaft inhalative Kortikosteroide nahmen, erhielten nur noch 94 diese Therapie (ein Minus von 34%). Von den 283 Frauen, die vor der Schwangerschaft kurzwirksame Bronchodilatatoren z.T. in Kombination mit inhalativen Kortikosteroiden erhielten, nahmen während der Schwangerschaft nur noch knapp die Hälfte (137) diese Medikamente.
Es zeigte sich auch, dass sich bei Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft inhalative Kortikosteroide erhielten, die Zahl der asthmabedingten Arztbesuche und Krankenhauseinweisungen nicht veränderte. Dagegen stieg die Zahl asthmabedingter Arztbesuche und Krankenhauseinweisungen während der Schwangerschaft bei den Asthmatikerinnen, die vor der Schwangerschaft keine Asthma-Medikamente eingenommen hatten.
Die Wissenschaftler der San Diego University folgern aus ihren Daten, dass Asthma in der Schwangerschaft oft nicht optimal therapiert wird.
BSMO, 07.09.05
Quelle: Nach Informationen von Annals of Allergy, Asthma and Immunology




