
Schwangerschaft
Unbehandeltes Asthma hemmt Embryowachstum
Wird Asthma während der Schwangerschaft nicht mit inhalativen Steroiden behandelt, erhöht sich das Risiko, dass weibliche Embryonen in ihrem Wachstum beeinträchtigt werden. Dies belegen Untersuchungen australischer Forscher.
Die Wissenschaftler des John Hunter Hospital in Newcastle haben beobachtet, dass bei Mädchen das Geburtsgewicht reduziert ist, wenn ihre Mütter Asthmatikerinnen sind und das Asthma während der Schwangerschaft nicht mit inhalativen Steroiden behandelt wird. So das Fazit einer Studie, an der 138 schwangere Frauen mit Asthma und 44 gesunde Schwangere teilnahmen.
Es wird vermutet, dass der weibliche Embryo einen bislang unbekannten Faktor bildet, der die Entzündungsreaktion bei der Mutter noch weiter vorantreibt. Wird die Frau nicht mit inhalativen Steroiden behandelt, wirke sich das negativ auf das Wachstum des weiblichen Fötus aus, so die Autoren der Studie. Bei den betroffenen Frauen stieg während der Schwangerschaft die Zahl der Immunzellen an - ein Zeichen für eine aufflammende Entzündung. Bei den Embryonen konnten hingegen erhöhte Spiegel des Stresshormons Kortisol nachgewiesen werden. Dieser Effekt ist bei Frauen, die mit einem Jungen schwanger sind, bei weitem nicht so deutlich ausgeprägt. (BSMO)
Quelle: Nach Informationen von Reuters Health, Dezember 2003




