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Schwangerschaft

Asthma beim Kind - Ist die Mutter schuld?

Werdende Mütter können heute dank wissenschaftlicher Erkenntnisse viel dazu beitragen, ihrem Kind einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Denn der Grundstein für verschiedene chronische Erkrankungen wird bereits im Laufe der Schwangerschaft gelegt. So kann auch die Ernährung der Mutter einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung von Asthma haben.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist gerade während der Schwangerschaft besonders wichtig. Eine Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen kann dramatische Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Nach ersten Untersuchungen englischer Wissenschaftler hat die Versorgung der Mutter mit Spurenelementen während der Schwangerschaft auch einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung von Asthma.

Selen und Eisen sind wichtig

Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft ausreichend Selen zu sich genommen haben, litten in der frühen Kindheit seltener unter Keuchen. Das klingt harmlos, doch hieraus entwickelt sich im weiteren Verlauf häufig Asthma. Auch Embryonen, die während der Schwangerschaft besser mit Eisen versorgt waren, litten im weiteren Verlauf ihrer Kindheit seltener unter Keuchen.

Die Forscher aus North Staffordshire untersuchten im Rahmen ihrer Studie 250 Milchzähne von Kindern mit und ohne Asthma. Die oberen zwei Schneidezähne entwickeln sich noch im Mutterleib und dokumentieren somit den Ernährungsstatus des Embryos im Laufe der Schwangerschaft. In einer Analyse wurde der Schmelz dieser Zähne auf die Spurenelemente Selen und Eisen untersucht. Der Mangel an Spurenelementen bei Kindern mit Asthma wurde so entdeckt.

Dabei ist es so einfach, den täglichen Bedarf an Spurenelementen zu decken. Selen kommt in Fisch, Fleisch, Cerealien und vor allem in Paranüssen vor. Gute Eisen-Lieferanten sind Fleisch, Gemüse und Cerealien. Daneben kann aber gerade während der Schwangerschaft auch eine Nahrungsergänzung mit entsprechenden Präparaten sinnvoll sein.

Asthma-Forschung für werdende Mütter

Neben der Ernährung spielen auch die Gene und verschiedene, bislang nicht näher bekannte Umweltfaktoren bei der Entstehung von Asthma eine Rolle. Der Anstieg an Asthma-Erkrankungen innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte wird in erster Linie auf äußere Einflüsse zurückgeführt. Um werdenden Müttern immer bessere Mittel an die Hand zu geben, ihr ungeborenes Kind vor Asthma zu schützen, untersuchen die Wissenschaftler aus North Staffordshire nun, welche Umweltfaktoren genau eine Rolle spielen. Frauen könnten diese dann meiden und so ihrem Kind einen idealen Start ins Leben ermöglichen. (fm)

Quelle: Nach Informationen von BBC News

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Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 13, 2003


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