
Schimmel in der Wohnung
Feuchte Wände können Asthma hervorrufen
Dass Schimmel an der Wand nicht nur unschön ist, sondern die Beschwerden von Asthmatikern verschlimmern kann, ist schon seit längerer Zeit bekannt. Nun haben finnische Forscher in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass feuchte Wände und ganz besonders Schimmelflecken im Wohnbereich auch als Auslöser für eine Asthma-Erkrankung in Frage kommen.
Für diese Studie der Universität Kuopio wurden Kinder im Alter zwischen ein und sechs Jahren ausgewählt, bei denen erstmalig Asthma aufgetreten war. Das gesamte Zuhause dieser Kinder wurde von Fachleuten sorgfältig abgesucht nach Kondenswasserbildung, feuchten Wänden, Schimmelflecken, Verfärbungen und ähnlichen Anzeichen von Feuchtigkeit.
Außerdem schickten die Wissenschaftler ihre Fachleute zu gesunden Kindern mit einem vergleichbaren Lebensumfeld und familiären Hintergrund, um auch dort die Wohnungen genau auf Anzeichen von übermäßiger Feuchtigkeit zu untersuchen.
Beim Vergleich dieser beiden Personengruppen stellte sich heraus: Feuchte Stellen und Schimmel an den Wänden führen dazu, dass die Bewohner zwei- bis dreimal häufiger an Asthma erkranken. Dabei besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Feuchtigkeit in den Räumen und der Krankheitshäufigkeit. Dies gilt allerdings nur für Zimmer, in denen sich die Bewohner viel aufhalten. Stockflecken in wenig genutzten Räumen bergen nach der finnischen Studie kein gesteigertes Krankheitsrisiko.
Die Daten der Forscher haben ergeben, dass jede fünfte der beobachteten Asthmaerkrankungen durch feuchte Wohnungen ausgelöst wurde. Ursache sind dabei vermutlich die Mikroorganismen, die sich im feuchten Milieu wohlfühlen und vermehren. Bestandteile dieser Kleinstlebewesen schweben in der Luft und können beim Einatmen die Atemwege reizen oder vor allem bei Schimmelbefall allergische Reaktionen auslösen. Deshalb sollte man im Wohnbereich gegen Anzeichen von Feuchtigkeit energisch vorgehen. Weil Schimmelflecken eben doch nicht harmlos sind.




