Wohnen
Milbendichte Bettüberzüge wenig effektiv
Im Bett ist man nie alleine: Matratze, Bettdecke und Kopfkissen sind bevölkert von Hausstaubmilben. Der Kot dieser kleinen Tiere kann bei Menschen mit Asthma schwere Anfälle auslösen. Da wir etwa ein Drittel des Tages im Bett verbringen, haben wir reichlich Gelegenheit, mit den Allergie verursachenden Ausscheidungsprodukten (Allergenen) der Hausstaubmilben in Kontakt zu kommen. Doch wie kann man sich davor schützen?
Scheinbar nicht mit milbendichten Bezügen, wie eine Studie nun belegt. Die Forscher testeten den Effekt von Allergen undurchlässigen Bezügen für Matratze, Bettdecke und Kopfkissen an über Tausend Menschen mit Asthma. Aber weder die Häufigkeit der Asthma-Anfälle noch die Menge an benötigten Medikamenten konnte allein durch die Verwendung dieser Spezialbezüge reduziert werden.
Ratschläge für Asthmatiker
Auch wenn sich die milbendichten Bezüge allein nicht bewährt haben, so können einige Tipps des Deutschen Allergie und Asthmabundes e. V. doch dazu beitragen, die Milbenpopulation zu reduzieren:
- Matratzen nach acht Jahren austauschen
- Bettdecke, Kissen und Bettwäsche sollten mindestens bei 60°C waschbar sein
- Wohnung immer gut lüften und trocken halten
- Staubfänger vermeiden: vor allem im Schlafbereich auf Vorhänge, offene Bücherregale etc. verzichten
- Kuscheltiere sollten bei 60°C waschbar sein oder von Zeit zu Zeit in die Tiefkühltruhe gelegt werden (tiefe Temperaturen töten die Milben)
- Teppiche und Polstermöbel zweimal im Jahr mit Milben tötenden Substanzen (Akarizide) behandeln
- Milbendichte Filter in den Staubsauger einbauen
Milben gedeihen in feuchtwarmer Umgebung
Milben zählen zu unseren normalen Mitbewohnern in Haus und Wohnung, die mit dem bloßen Auge aber nicht zu entdecken sind. Ihr Vorkommen hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Auch übertragen sie keine Krankheiten. Im Laufe ihres zwei bis vier Monate dauernden Lebens produzieren sie das 200-fache ihres Körpergewichtes an Kot. Dieser stellt das Allergen dar, das bei vielen Asthmatikern einen Anfall auslösen kann. Die Milben ernähren sich von menschlichen Hautschuppen, von denen wir pro Tag etwa ein bis zwei Gramm verlieren. Klingt nicht nach viel, doch es ernähren sich davon immerhin 1,5 Millionen Hausstaubmilben einen Tag lang. Die optimalen Lebensbedingungen für Milben liegen bei einer Raumtemperatur von 25°C und einer mittleren Luftfeuchtigkeit von 70%. Beginnt im Winter die Heizperiode, dann sinkt die Luftfeuchtigkeit und auch die Milbenpopulation nimmt ab.
Quelle: Nach Informationen von BBC News



