Reiseziel
Asthma-Management auch im Urlaub
Damit die schönste Zeit des Jahres auch zur erholsamsten wird, sollten Asthmatiker einige Regeln beachten. Viele Urlaubsziele bergen nämlich Risikofaktoren, die es als Asthmatiker zu vermeiden gilt.
Was im Alltag die Regel ist, gilt für Asthmatiker auch im Urlaub: die individuellen Auslöser für einen Asthma-Anfall sollten gemieden werden - etwa Tierhaare, Pflanzenpollen oder Milben. Urlaub in pollenreicher Landluft oder auf dem Bauernhof kann somit ein Risiko für Asthmatiker darstellen. Auch Städtereisen in wärmere Gefilde sind nicht ohne Risiko. An heißen Sommertagen verwandeln die Autoabgase Großstädte in lungenfeindliche Gebiete. Ideales Reiseziel für Asthmatiker sind dagegen Küstengebiete und Hochgebirge. Das warme Klima und die pollenarme Luft der Mittelmeerländer sind für Asthmatiker ebenso geeignet. Im Gebirge oberhalb von 1.500 Metern sind so gut wie keine Hausstaubmilben mehr zu finden und auch die Pollenmenge ist je nach Höhe auf bis zu einem Drittel reduziert.
Das richtige Hotel
Für die Unterkunft am Ferienort empfiehlt es sich, eigene Encasing-Bezüge mitzunehmen. Diese umhüllen die ganze Matratze und reduzieren wirksam die Milbenallergene im Staub. Viele Hotels und Ferienwohnanlagen bieten außerdem spezielle Allergiker-Zimmer an. Zimmerpflanzen gehören hier nicht zur typischen Ausstattung der Hotelzimmers. Zudem wird oft darauf geachtet, welche Pflanzen im und um das Hotel wachsen.
Fernreisen - mit der richtigen Vorbereitung kein Problem
Bei Fernreisen haben Asthmatiker oft Bedenken wegen der langen Anreise im Flugzeug. Prinzipiell stellen lange Flugreisen aber kein Problem dar: Es besteht kein höheres Anfallrisiko als auf dem Boden. In Flugzeugen gibt es meistens auch die Möglichkeit, eine Sauerstofftherapie zu erhalten. Diese muss aber schon vor Reisebeginn angefordert werden. Bei langen Flugreisen müssen Asthmatiker zudem beachten, dass sich der Rhythmus der Medikamenteneinnahme durch eine eventuelle Zeitverschiebung verändert.
Informieren Sie Mitreisende
Wer in einer Gruppe reist, sollte ein oder zwei Mitreisende über seine Beschwerden informieren und erläutern, was sie im Notfall tun können. Das gilt vor allem für Kinder, die ohne ihre Eltern in den Urlaub fahren. In diesem Fall sollten die Betreuer unbedingt über die Erkrankung des Kindes Bescheid wissen. Eine Liste, was im Notfall zu tun ist, und wichtige Telefonnummern sind dabei sehr hilfreich.
Rechtzeitig mit Medikamenten eindecken!
Im Rahmen der Reiseplanung sollte auch unbedingt rechtzeitig vor Urlaubsantritt ein Termin beim Arzt vereinbart werden. Unabhängig vom Urlaubsort muss die Reiseapotheke bei Asthmatikern immer vollständig sein. Es ist wichtig, dass die Medikamente der Dauertherapie in ausreichender Menge vorhanden sind. Auch ein Extrabedarf sollte mit eingeplant werden, denn zu unvorgesehenen Verzögerungen bei der Heimreise kann es immer kommen. Und nicht vergessen. Medikamente gehören griffbereit ins Handgepäck.



