
Allergiker
Picknick ohne Pollen im Spätsommer
Im Frühling und Sommer sind viele Menschen darauf erpicht, mit Decke und Picknickkorb ins Grüne zu ziehen. Pollenallergiker hingegen wird der Spaß oft durch die hohe Belastung mit Pollen von Gräsern und Bäumen vergällt. Vielen setzt die erblühende Natur ordentlich zu. Auf Spiel, Spaß und Speisen unter freiem Himmel brauchen aber auch Menschen mit Heuschnupfen nicht zu verzichten. Ihre Picknick-Zeit kommt im Spätsommer. Ab September fliegen nämlich kaum noch Pollen durch die Luft. Die Ausnahme bildet da die Ambrosia, die auch noch bis in den Herbst hinein blüht.
Richtig Spaß macht Picknicken natürlich erst mit vielen netten Menschen. Allerdings will dann auch einiges aufgetischt sein. Das riecht nach Stress zumindest wenn einer alles alleine vorbereitet. Daher heißt es: aufteilen. Wer bringt Decken mit, wer Geschirr und Besteck, wer welche Getränke, wer welches Essen? Der letzte Punkt sollte besonders sorgsam geplant werden. Denn Menschen mit Heuschnupfen leiden häufig an Kreuzallergien. In Deutschland betrifft das rund die Hälfte der sechs Millionen Pollenallergiker. Verantwortlich dafür sind ähnliche Eiweißstrukturen von bestimmten Blütenstäuben und Nahrungsmitteln. Das gestörte Immunsystem eines Allergikers weitet seine Abwehr dann auch auf "Verwandte" aus.
Menschen, die auf Kräuter- und Blütenpollen allergisch reagieren, erleben daher oft auch Symptome bei Gemüse und Kräutern. Baumpollenallergikern kann beim Verzehr von Früchten und Nüssen die Luft wegbleiben, Betroffenen mit Allergie gegen Gräserpollen und Getreidepollen bei Getreide und Hülsenfrüchten. Auch Gewürze lösen bei vielen Allergikern Beschwerden aus egal gegen welche Pollen sich ihr Immunsystem sonst wehrt. Zum Glück erleben die meisten Betroffenen erst Beschwerden, wenn sie große Mengen der betreffenden Lebensmittel essen. Doch ein Picknick lebt ja gerade von einer vielfältig gedeckten Decke, sodass jeder ein wenig von dieser und etwas von jener Köstlichkeit probieren kann.




