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Nordic Walking

Idealer Ausdauersport auch für Asthmatiker

Längst entwickelt sich der einstige Sommertipp für Skilangläufer zum Breitensport. Für Asthmatiker gibt es viele Gründe, selbst zu den Stöcken zu greifen.

Sport verbessert die Lungenfunktion

Menschen mit der Krankheit sollten darauf achten, ihre körperliche Leistungsfähigkeit durch Sport zu erhalten. Wer Belastungen vermeidet, um keinen Anfall zu riskieren, tut sich keinen Gefallen. Die Folge mangelnden Trainings ist nämlich, dass die Belastbarkeit von Muskeln, Herz und Kreislauf immer weiter abnimmt. Sport verbessert nachweislich die Lungenfunktion, Atemnot wird auf diese Weise langfristig reduziert. Ausdauersportarten ohne plötzliche Belastungsspitzen wie das Nordic Walking sind besonders gut geeignet, um sich als Asthmatiker fit zu halten.

Nordic Walking kurbelt Herz, Kreislauf und Fettverbrennung an

Nordic Walking ist eine Kombination aus Walking und Skilanglauf. Kennzeichnend sind die beiden Walkingstöcke, die sogenannten Sticks. Sie werden wie die Stöcke beim Skilanglauf im Kreuzgang eingesetzt, d.h. der linke Arm und das rechte Bein bzw. der rechte Arm und das linke Bein bewegen sich parallel nach vorne. Durch die Einbeziehung der Arme in den Bewegungsablauf werden auch die Bauch-, Brust- und Armmuskulatur gestärkt. Auf diese Weise steigert sich der Trainingseffekt gegenüber dem Walking ohne Stöcke um fast die Hälfte.

Gelenkschonend zu mehr Fitness

Durch den Stockeinsatz werden Knochen und Gelenke um bis zu 30% entlastet. Dies macht das Nordic Walking auch für Menschen mit Rücken- und Knieproblemen zum idealen Fitnessprogramm. Zudem kommt der Fettabbau auf Touren. Zum Vergleich: Beim Nordic Walking verbrennt der Körper etwa 400 Kalorien in der Stunde, beim Walking nur 280. Durch das ständige Schwingen der Arme lösen sich Verspannungen im Nacken und den Schultern, die seitliche Beweglichkeit dieses Bereichs und der Wirbelsäule wird erhöht. Weitere Vorteile für Asthmatiker: Jeder kann die Belastung für sich optimal dosieren. Da die Schulter- und Rückenmuskeln die Atmung unterstützen, wird der Körper insgesamt besser mit Sauerstoff versorgt.

Richtige Technik ist der Schlüssel zum Erfolg

Bevor es losgeht, muss sich ein Asthmatiker unbedingt 10-15 Minuten aufwärmen. Gleiches gilt fürs Abwärmen. Bei feuchtkaltem Wetter oder Minustemperaturen sollten die Patienten auf Nordic Walking verzichten. Ebenso zurückhaltend sollte man sein, wenn in den Sommermonaten die Ozonbelastung ansteigt. Informationen dazu finden Sie beispielsweise auf den Seiten von www.luft-zum-leben.de. Die richtige Technik kann in Kursen schnell und einfach erlernt werden. Kursanbieter in Ihrer Nähe finden Sie u.a. auf der Seite www.nordic-walking-infos.de.

Stöcke nach der Körpergröße wählen

Die Ausrüstung für Nordic Walking besteht in einem Paar Sticks und geeignetem Schuhwerk. Die Fiberglasstöcke gibt es ab ca. 60 Euro. Stiftung Warentest hat mit 15 Paar Schuhen und 14 Paar Laufstöcken den Test gemacht. Wichtig ist die Länge der Sticks: Sie sollte 70% der Körpergröße betragen. Die Schuhe sollten bequem sein und das Abrollen des Fußes unterstützen.


Quelle: Nach Informationen des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Nordic Walking Academy Freiburg
Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 26, 2008


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