Sport
Anni Friesinger: Trotz Asthma auf Goldkurs
Auch mit Asthma sind Höchstleistungen im Sport möglich. Sehr eindrucksvoll zeigte dies Annie Friesinger bei den Olympischen Spielen.
Asthma und Sport müssen sich nicht ausschließen. Sehr eindrucksvoll zeigte dies Anni Friesinger bei den Olympischen Spielen in Turin. Die Eisschnellläuferin ist trotz dieser chronischen Erkrankung mehrfache Deutsche Meisterin, Europa- und Weltmeisterin im Eisschnelllauf. In Turin war Anni Friesinger für insgesamt fünf Wettkämpfe gemeldet - ihr Minimalziel konnte die Spitzensportlerin erreichen: "Einmal Gold ist realistisch. Alles andere werden wir sehen."
Ihre Asthma-Medikamente hat Anni Friesinger aber immer dabei. Diese musste sie jedoch vor Beginn der Olympischen Spiele in Turin schriftlich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anzeigen. Für die Diagnose der Erkrankung wurden entsprechende Nachweise verlangt, die von einer Expertenkommission überprüft wurden.
Auf der Eisbahn hat die 29-Jährige nur selten Probleme mit ihrer Lunge. Ist die Luft in der Halle aber extrem trocken, kann ihr das schon zusetzen. In solchen Fällen hilft sich die Sportlerin, indem sie feuchte Tücher vor den Mund nimmt.
Im letzten Jahr ist ihr Buch "Mein Leben, mein Sport, meine besten Fitness-Tipps. Mich wirft so schnell nichts aus der Bahn" erschienen. Darin schildert sie, dass sich eisenhartes Training, Erfolg und Lebensfreude einander keinesfalls ausschließen.
Quelle: Nach Informationen der Ärzte Zeitung, Februar 2006



