kleiner Junge am Telefon

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Handy „riecht” Pollen

Handys sind längst nicht mehr allein zum Telefonieren da – man kann damit Musik herunterladen, Fotografieren, etc. Eine neu geplante Funktion ist besonders für Asthmatiker interessant: Handys sollen künftig mit einem Geruchssinn ausgestattet werden und so bei Pollenflug oder anderen Belastungen der Luft rechtzeitig vorwarnen können.

Neue Handys warnen Allergiker bei Pollenflug

Die Idee für das Handy mit dem „richtigen Riecher” stammt von der Firma Gentag. Das Unternehmen hat ein Patent für einen Sensor angemeldet, mit dem eine ganze Palette von Chemikalien in der Luft aufgespürt werden kann. Der Mini-Sensor ist speziell für Handys oder Handhelds konzipiert.

Handy spürt Pollen und Bomben auf

Die Handy-Sensoren analysieren die Zusammensetzung der Luft und können Asthmatiker und andere Allergiker rechtzeitig warnen, wenn eine erhöhte Konzentration heikler Substanzen vorliegt. Außerdem sollen die Handy-Sensoren auch zum Einsatz kommen, um Terror-Anschläge zu verhindern: Sie können auch explosive und toxische Stoffe einfach und dezentral aufspüren.

Medizinische Daten per Funk

In Verbindung mit der RFID-Technik (Radio Frequency Identification) könnte ein solches Handy in der Zukunft neben dem Erschnüffeln von allergieauslösenden Substanzen in weit größerem Maße eine Hilfe bei der Übermittlung von Gesundheitsdaten werden. Die RFID ermöglicht eine automatische Identifikation und Lokalisierung von Objekten. Mittels eines sogenannten Transponders, auch RFID-Etikett oder Schnüffelchip genannt, können Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt gespeichert und gelesen werden. Lebenswichtige Daten wie beispielsweise die Herzfrequenz könnten so an die entsprechenden Netzwerke übermittelt werden.

Dem Handy auf der Spur

Die Entwicklung der neuen Handys mit Geruchssinn bleibt zunächst noch abzuwarten. Handys, die selbst einen spezifischen Geruch abgeben, sind hingegen bereits weit verbreitet und erfüllen einen gänzlich anderen Zweck: Sie können von abgerichteten Hunden aufgespürt werden. In Großbritannien werden Spürhunde ausgebildet, die speziell auf diese Handys abgerichtet sind. Sie werden beispielsweise eingesetzt, um Mobiltelefone in Haftanstalten zu entdecken. So soll verhindert werden, dass die Insassen mit anderen Häftlingen oder Komplizen außerhalb des Gefängnisses kommunizieren. Laut einem BBC-Bericht wurden in 2005 allein in Südengland 500 Handys in Gefängniszellen entdeckt.


Quelle: Nach Informationen von BBC-News.
Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 19, 2007


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