
Schlecht bei Asthma
Rauchen und Fettleibigkeit können Asthma-Beschwerden verschlimmern
Immer mehr Menschen in der westlichen Welt leiden an Asthma. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Dazu gehören unter anderem auch das Rauchen und das Übergewicht - Faktoren, die sich nach heutiger wissenschaftlicher Meinung eindeutig negativ auf eine Asthma-Erkrankung auswirken.
Wussten Sie, dass jeder dritte bis vierte erwachsene Asthma-Patient raucht und circa zehn Prozent aller kindlichen Asthma-Erkrankungen durch das Passiv-Rauchen im Elternhaus ausgelöst sind? Aber die täglichen Zigaretten sind nicht nur eine häufige Ursache von Asthma, sie verschlimmern im Falle einer Erkrankung auch die Beschwerden und Asthma-Anfälle häufen sich. Einige kürzlich veröffentlichte wissenschaftliche Studien konnten eindeutig belegen, dass das Abwehrsystem der Atemwege durch das Rauchen so verändert wird, dass antientzündliche Asthma-Sprays (Kortikosteroide) schlechter wirken und die Patienten häufiger unter Atemwegsinfekten leiden. Diese wiederum sind oftmals Auslöser von teils lebensbedrohlichen Asthma-Anfällen.
Häufiger quälende Beschwerden durch Rauchen
Ein weiterer Punkt ist natürlich, dass die bei Asthma ohnehin schon eingeschränkte Lungenfunktion durch das Rauchen weiter verschlechtert wird. Asthmatiker, die rauchen, haben somit im Ernstfall noch weniger Reserven als Nichtraucher. In Befragungen von Asthma-Kranken zeigte sich, dass Raucher häufiger unter nächtlichen Anfällen leiden und sich in ihrem täglichen Leben generell stärker beeinträchtigt fühlen als Nichtraucher. Außerdem benötigen sie trotz bestehender Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden höhere Dosen an Bedarfsmedikamenten, den so genannten Bronchodilatatoren.
Etagenwechsel vom Heuschnupfen zum Asthma gefördert
Patienten, die unter einem Heuschnupfen leiden und zusätzlich rauchen, neigen stärker dazu, im späteren Leben eine Asthma-Erkrankung zu entwickeln. Dies wird als Etagenwechsel bezeichnet, da die Erkrankung von den oberen Atemwegen, der Nasenschleimhaut, auf die unteren Atemwege der Bronchien "wechselt". Ein Grund mehr, sich bewusst zu machen, wie gefährlich das Rauchen ist und wie wertvoll ein Verzicht auf die Glimmstängel für unsere Gesundheit sein kann.
Übergewichtige bekommen schlechter Luft
Seit längerem wird diskutiert, ob die Fettleibigkeit (Adipositas) ebenfalls als Risikofaktor für eine Asthma-Erkrankung anzusehen ist. Studien legen nahe, dass auch Patienten mit Asthma ermutigt werden sollten, auf ihr Körpergewicht zu achten und ein Normalgewicht anzustreben. Denn im Vergleich haben 30 Prozent der übergewichtigen Asthmatiker mit einem BMI über 25 kg/m2 ein schweres Asthma bronchiale, hingegen dies nur bei 19 Prozent der Patienten mit einem BMI unter 25 kg/m2 der Fall ist.
Übergewichtige müssen durch ihr hohes Körpergewicht mehr Atemarbeit leisten und sind außerdem häufig untrainierter als Normalgewichtige, so dass ihre Atemmuskulatur weniger leistungsfähig ist. Ob zusätzlich noch gewisse Botenstoffe im Blut, die bei Fettleibigen stärker ausgeschüttet werden, für die Schwere der Asthma-Erkrankung mit verantwortlich sind, ist noch nicht hinreichend belegt.
Mit seinem Körper lebt man sein Leben lang, kümmern Sie sich daher um ihn und fangen Sie mit kleinen Vorhaben an. Weniger rauchen und ein paar Kilo abnehmen, vielleicht in einer Gruppe, sind schon ein erster Schritt auf dem richtigen Weg. Nicht nur Ihre Lungen werden es Ihnen danken!




