Intensive Betreuung zahlt sich aus

Weniger Fehltage und weniger Krankenhausaufenthalte bei Kindern

Eine intensive ärztliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Asthma zahlt sich aus: Nicht nur die Beschwerden bessern sich, auch Fehltage, Krankenhauseinweisungen und der Medikamentenverbrauch gehen zurück.

Neben einer guten medikamentösen Vorsorgung ist auch die Intensität der ärztlichen Betreuung ausschlaggebend dafür, wie sich der weitere Krankheitsverlauf bei jungen Asthmatikern entwickelt. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern, an der 900 asthmakranke Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 18 Jahren teilgenommen hatten. Darin wurden die Auswirkungen eines neuen Angebotes bei der TK untersucht, in dessen Rahmen die jungen Patienten weit über das übliche Maß hinaus ärztlich betreut und geschult werden.

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Im Schnitt verringerten sich Symptome, Fehlzeiten, Krankenhausaufenthalte und der Medikamentenverbrauch bei den Teilnehmern an diesem Programm im Vergleich zu asthmakranken Kindern, die konventionell behandelt wurden, innerhalb eines Jahres um etwa die Hälfte. Auch zeigte sich im Verlauf der Studie, dass der Gesundheitszustand der auf herkömmliche Weise behandelten Kinder und Jugendlichen wesentlich schlechter war als bei den intensiver betreuten Kindern.

Im Rahmen des neuen Betreuungsangebotes bei der TK kümmern sich etwa 70 niedergelassene, im Verbund PaedNetz-Bayern zusammengeschlossene Kinder- und Jugendärzte zusammen mit ausgewählten Rehakliniken intensiv um die jungen Asthmatiker. Diese werden gründlich im Umgang mit Arzneimitteln, Inhalationsgeräten und Notfällen geschult. „Der positive Effekt ergibt sich eindeutig aus der intensiven medizinischen Betreuung, die Aufklärungsgespräche sowie Patientenschulungen durch die Ärzte beinhaltet“, betont Dr. med. Gerd Schauerte vom CJD Asthmazentrum in Berchtesgaden, einem der beteiligten Zentren.

Die Kinder und Jugendlichen lernen so, besser mit der Erkrankung umzugehen und ihren Alltag besser zu gestalten. Dazu erfahren sie z.B., wie sie sich bei beginnender Atemnot verhalten sollen. Die korrekte Inhalationstechnik und Medikamenteneinnahme sind weitere wichtige Aspekte, die vermittelt werden. Die Schulungen erfolgen einerseits durch die PaedNetz-Ärzte. Andererseits können die jungen Patienten mit Eltern und Geschwistern an Asthmacamps in den Rehakliniken teilnehmen, die z.B. Sportprogramme anbieten, die den Heranwachsenden eine optimale Freizeitgestaltung nahebringen sollen.


Quelle: Nach Informationen einer Pressemitteilung der TK, Mai 2009
Autor: Springer Medizin
Stand: Jun 17, 2009


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