
Herbstwetter belastet Bronchien
Asthma: Wenn es ungemütlich wird - Abwarten und Tee trinken
Die Freude über die überstandenen Pollenflüge im Sommer währt nur kurz, denn auch das Herbstwetter kann für Asthmatiker eine schwere Last bedeuten. Nebel, Luftfeuchtigkeit und Kälte setzen den entzündeten und vorgeschädigten Bronchien zu. Ein kleine Verschnaufpause bei einer Tasse Tee kann da wahre Wunder wirken.
Das Klima hat einen großen Einfluss auf die Befindlichkeit von Asthmatikern. Während warmes, trockenes Klima den Bronchien überwiegend gut tut, setzt feuchtes kaltes und nebliges Klima den Bronchien unangenehm zu. Beschwerden entstehen vor allem dann, wenn kalte Luft ungeschützt schnell und tief eingeatmet wird. Ein hoher Feuchtigkeitsgehalt ist ebenfalls problematisch, insbesondere wenn diese zudem noch Autoabgase und Umweltgift enthält. Mit dem nahenden Herbst müssen Asthmatiker daher nach den überstandenen Pollenflügen im Sommer nun mit neuen Reizen rechnen, die Asthma auslösen können.
Dem Herbstwetter ein Schnippchen schlagen
Während der Schlechtwetterphasen im Herbst sollten Sie daher für einen guten Schutz ihrer Atemwege sorgen. So ist es ratsam, die medikamentöse Therapie den klimatischen Bedingungen anzupassen. Experten empfehlen beispielsweise eine Dauertherapie mit Wirkstoffen, die an beiden für Asthma typischen Prozessen ansetzen: Zum einen bekämpfen sie die Entzündung, zum anderen erweitern sie aber auch die Bronchien. Oder aber Sie gehen dem Schmuddelwetter wenn möglich einfach aus dem Weg und machen es sich mit einer Tasse Tee zu Hause gemütlich.
Schwarzer Tee ein bewährtes Heilmittel
Schwarzer Tee tut Asthmatikern besonders gut und das seit Jahrhunderten. Bereits vor fast 700 Jahren wurden Asthmatikern Tee-Extrakte zu Behandlung ihrer Beschwerden verabreicht. Das im schwarzen Tee enthaltene Koffein lockert die verkrampfte Bronchialmuskulatur und erleichtert so das Atmen. Daneben regt das Koffein auch den Kreislauf und das zentrale Nervensystem an: Eine Tasse Tee kann munter machen, kurbelt die Leistungskraft und die Lernfähigkeit an. Doch Vorsicht: Zuviel Koffein kann sich negativ bemerkbar machen. Unruhe, Herzrasen oder Schlaflosigkeit können die Folgen sein. Allerdings besteht die Gefahr einer Überdosis an Koffein stärker bei Kaffeetrinkern, da der Anteil an Koffein im Kaffee wesentlichen höher liegt. Außerdem gibt Tee sei Koffein langsamer ab, als Kaffee.
Schwarztee richtig zubereiten
Ob eine Tasse Schwarztee muntermachend wirkt und die Bronchien entkrampft, hängt entscheidend von der Zubereitung ab. Pro Tasse sollte ein Teelöffel Tee verwendet werden. Bei einer kurzen Ziehdauer von bis zu zwei Minuten ist die Wirkung des Koffeins am stärksten. Je länger die Teeblätter im heißen Wasser ziehen desto schwächer ist der muntermachende Effekt. Um auch im trüben Herbstwetter bei Atem zu bleiben, sollten Asthmatiker also hin und wieder das Sprichwort Abwarten und Tee trinken" beherzigen.




