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Jugendschutz

Rauchen erhöht Asthmarisiko

Das Risiko, an einem Asthma bronchiale zu erkranken, ist für Jugendliche, die regelmäßig zum Glimmstängel greifen, mehr als doppelt so hoch wie für gleichaltrige Nichtraucher. Dabei entwickelt sich die chronische Atemwegserkrankung bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren nach dem Start der Raucherkarriere und nicht als Spätfolge des Tabakkonsums im Erwachsenenalter.

Ulmer Studie: Rauchen im Jugendalter erhöht Asthmarisiko

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Epidemiologie der Universität Ulm, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Thorax” veröffentlicht wurde. Ausgewertet wurden die Daten von 3.800 Jugendlichen, die 1995/1996 als Zehnjährige erstmals an einer Studie zu Asthma und Allergien teilgenommen hatten und 2002/2003 erneut untersucht worden waren. Die Autoren um Genuneit J. fanden eine Dosis-Wirkungs-Beziehung sowohl bezüglich der Intensität als auch der Dauer des aktiven Rauchens. So erhöhte sich das Risiko zur Entwicklung von Asthmasymptomen für Jugendliche nach zwei Jahren aktiven Rauchens um knapp das Doppelte im Vergleich zu nichtrauchenden Altersgenossen. Nach einer vierjährigen Raucherkarriere stieg dieses Risiko um das Vierfache. Gelegenheitsraucher erkrankten im Schnitt 1,5 Mal häufiger an Asthma und Jugendliche mit einem Konsum von mehr als zehn Zigaretten pro Tag mehr als drei Mal so häufig.

Im Schnitt begannen die Jugendlichen im Alter von 14 Jahren mit dem aktiven Rauchen und blieben dem Glimmstängel rund 2,6 Jahre „treu”. 34 Prozent hatten angegeben, aktiv zu rauchen oder geraucht zu haben. 10 Prozent der Jugendlichen entwickelten während oder nach der Pubertät Asthmasymptome. Wie Prof. Stephan Weiland, Direktor des Instituts und Leiter der Studie, betonte, unterschätzen viele Jugendliche die Gefahr der Abhängigkeit und die Konsequenzen ihres Verhaltens. Er plädierte daher für ein generelles Tabakwerbeverbot als „wichtiges Signal”.


Quelle: Nach Informationen der Universität Ulm.
Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 10, 2007


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