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Tipps für Eltern

Eltern können Kind vor Asthma schützen

Intensive Forschung über Allergien hat dafür gesorgt, dass wir mehr über die Gründe wissen, die zur Entstehung von allergischen Erkrankungen wie Asthma führen. Daraus lassen sich verschiedene Verhaltensregeln ableiten, die, werden sie bereits von Geburt an berücksichtigt, der Entstehung von Asthma vorbeugen können. Ein Überblick über die wissenschaftlich erprobten Methoden soll Eltern helfen, ihr Kind vor Allergien zu schützen.

Asthma bronchiale ist eine allergisch bedingte Erkrankung, bei der ein fehlgeleitetes Immunsystem den eigenen Körper bekämpft. In den letzten Jahren konnte die Forschung erstaunliche Erfolge bei der Aufklärung der Mechanismen erzielen, welche die Entstehung von Allergien begünstigen. Daraus lassen sich im Wesentlichen zwei Ansatzpunkte zur Minderung des Allergierisikos ableiten: Kontakt mit den Allergie auslösenden Stoffen vermeiden und die natürlichen Abwehrmechanismen stärken.

Gesichert - Passivrauchen schadet

Verschiedenen Tipps kursieren, wie man sein Kind vor Allergien schützen kann, doch nicht alle sind wissenschaftlich bestätigt. Ganz sicher ist aber der negative Effekt von Tabakrauch. Dabei sollten nicht nur Familien, in denen Allergien gehäuft auftreten, auf eine rauchfreie Umgebung achten. Denn: Allergien können sich auch dann entwickeln, wenn keine Fälle in der Familie bekannt sind. Nicht zu rauchen stellt daher eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen dar. So sollte schon aus verschiedenen anderen Gründen nicht während der Schwangerschaft geraucht werden und die Wohnung auch danach frei von Tabakqualm bleiben. Daneben sollte in den eigenen vier Wänden auf Umweltschadstoffe (z.B. Lacke) verzichtet werden.

Stillen schützt bis zum zehnten Lebensjahr

In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass Stillen insbesondere Hochrisikokinder vor verschiedenen Erkrankungen bewahren kann - Asthma und atopische Dermatitis gehören dazu. Dieser schützende Effekt hält mindestens bis zum zehnten Lebensjahr an und steigt mit der Dauer des Stillens. Kann die Mutter nicht stillen, so empfehlen Wissenschaftler die Verwendung von Kasein-Vollhydrolysat als Säuglingsersatznahrung. Aber auch partielles Molkenhydrolysat schneidet hinsichtlich der Allergievorbeugung gut ab. Zudem scheint es den Säuglingen besser zu schmecken als das Kasein-Vollhydrolysat.

Haustiere - Schaden oder Nutzen?

Zur Haltung von Haustieren gibt es widersprüchliche Ergebnisse. Die einen besagen, dass die Haltung mehrerer Hunde oder Katzen als Haustiere einen schützenden Effekt hat. Andere Studien wiederum belegen, dass das Halten eines einzelnen Haustiers die Entstehung von Allergien begünstigen. Hundehaare scheinen die stärkeren Allergene zu sein, wohingegen Katzenhaare viel weiter verbreitet sind. Der Arzt Ernst Rietschel aus Köln empfiehlt daher Eltern mit kleinen Kindern, bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres keine Haustiere, insbesondere Katzen zu halten.

Vieles spricht auch für die so genannte Hygiene-Hypothese, wonach ein zu viel an Hygiene die Entstehung von allergischen Erkrankungen begünstigt. Krippenbesuche sowie Infekte im Säuglingsalter vermindern demnach das Allergierisiko. Da diese Theorie aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist, sprechen Experten diesbezüglich noch keine Empfehlungen aus.

Quelle: Nach Informationen von hautnah dermatologie, 2003


Autor: Springer Medizin
Stand: Dec 18, 2003


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