Kinderernährung
Asthma: Gefahr durch Vitamine?
Die Gabe von Vitaminpräparaten bei Babys könnte unerwartete Folgen haben: US-amerikanische Forscher fanden in einer Langzeitstudie mit über 8.000 Kindern, dass die Extraportion Vitamine das Risiko für Asthma und Lebensmittelallergien erhöhen kann.
Vitamine in der Nahrung haben einen starken Einfluss auf unser Immunsystem. So beeinflussen sie zum Beispiel die Entwicklung und Differenzierung verschiedener Zellen der körpereigenen Abwehr. Ärzte der US-Gesundheitsbehörde wollten deshalb überprüfen, welchen Effekt die zusätzliche Gabe von Vitaminen in den ersten sechs Lebensmonaten auf das Risiko hat, später an Asthma und Lebensmittelallergien zu erkranken. Ihre Studie basiert auf den Daten von über 8.000 Kindern, deren Entwicklung sie seit 1988 beobachten.
Auf der Suche nach Faktoren, die Asthma und Lebensmittelallergien begünstigen, fanden sie neben einigen altbekannten Faktoren (etwa rauchende Eltern) auch einen Zusammenhang mit Vitaminpräparaten, welche die Kinder als Babys bekommen hatten. Allerdings galt dies vor allem für Kinder aus der schwarzen Bevölkerungsgruppe und solche, die von Anfang an mit Muttermilchersatz ernährt wurden.
Nach Ansicht der Forscher sollten Eltern Vitaminpräparate, die der Arzt ihrem Kind verordnet hat, nicht absetzen. Darüber hinaus muss der medizinisch nicht notwendige Einsatz von Multivitaminpräparaten bei Babys aber kritisch hinterfragt werden.
(BSMO)
Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift "Pediatrics?, 2004



