
Beruf
Asthmatiker oft arbeitsunfähig
Viele Asthmatiker sind aufgrund ihrer Erkrankung teilweise oder vollständig arbeitsunfähig. Doch die Forscher identifizierten Risikofaktoren, die von den Patienten beeinflusst werden können.
In den USA sind viele Asthmatiker nur eingeschränkt arbeitsfähig.
Komplett oder teilweise erwerbsunfähige Erwachsene mit schwerem Asthma sind nach den Erkenntnissen US-amerikanischer Wissenschaftler keine Seltenheit. Aufgrund ihres Asthmas waren 14% der Teilnehmer erwerbsunfähig. Unter den Probanden, die zum Zeitpunkt der Untersuchung arbeiteten, hatten 38% eine Teilzeitbeschäftigung. Im Vergleich zur kalifornischen Normalbevölkerung waren erwachsene Asthmatiker deutlich seltener (um 31%) berufstätig. Besonders soziodemografische und medizinische Faktoren standen mit einer 100%igen Erwerbsunfähigkeit im Zusammenhang, während Teilzeitbeschäftigungen vor allem mit soziodemografischen Faktoren und Arbeitsplatzbedingungen assoziiert waren.
Sowohl für eine komplette als auch für eine teilweise Arbeitsunfähigkeit erwiesen sich ein höherer Asthma-Schweregrad und ein verminderter körperlicher sowie mentaler Gesundheitszustand als Risikofaktoren. Ebenso ließ sich auch ein Zusammenhang mit vermehrten Asthmaanfällen herstellen. Asthmatiker, die rauchten, hatten ein höheres Risiko, komplett arbeitsunfähig zu sein.
Sowohl die Bedingungen am Arbeitsplatz, d.h. mögliche Asthmaauslöser, als auch der Asthmaschweregrad sind bedeutende Risikofaktoren für eine Arbeitsunfähigkeit, so die Forscher. Hinzu kommt das Rauchen als potenzielle Gefahr. Alle drei Faktoren sind modifizierbar, so dass Raucherentwöhnung, effektivere Asthmabehandlung und sorgfältige Analysen der Arbeitsbedingungen potenziell vor Arbeitsplatzverlust und den damit verbundenen negativen Auswirkungen schützen können.




