Asthma bronchiale
Bessere Heizung – bessere Gesundheit
Eine randomisierte (verblindete), kontrollierte Studie aus Neuseeland ging der Frage nach, ob ein gutes Heizsystem die Symptome von Kindern mit Asthma bronchiale bessern kann. Denn niedrige Temperaturen, Feuchtigkeit und Schimmel sowie die Luftbelastung mit Staub – z. B. aus Kaminen – und ¬Stickoxiden können die Atemwege zusätzlich belasten.
In rund 400 Haushalten mit asthmakranken Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren wurden Heizungssysteme mit Wärmepumpen bzw. Holzpellets oder Gaszentralheizungen eingebaut. Durch den Einbau der Zentralheizungen stieg die mittlere Temperatur im Wohnraum um 1,1 °C und im Kinderschlafzimmer um 0,57 °C an. Gleichzeitig wurde wesentlich weniger Stickoxid im Vergleich zu den Kontrollhaushalten gemessen. Die Lungenfunktion der Probanden, der primäre Endpunkt der Studie, verbesserte sich durch den Heizungseinbau allerdings nicht wesentlich. Die höhere Temperatur mit gutem Raumklima erzielte aber spürbare Effekte: Die Kinder aus den versorgten Haushalten fehlten knapp zwei Tage weniger in der Schule und mussten wegen des Asthmas seltener zum Arzt als die Kinder der Kontrollgruppe. Die Eltern berichteten nach Einbau der neuen Anlage seltener von einem schlechten Gesundheitszustand ihrer Kinder, auch Schlafstörungen durch Giemen oder trockenen Husten nachts waren verringert.
Kommentar: Eine moderne Zentralheizung mit geringer Stickoxidbelastung in den Wohn- und Schlafräumen kann die Lungenfunktion von Kindern mit Asthma bronchiale zwar nicht wesentlich verbessern, aber die Symptome mildern.



