
Leben mit Alzheimer
Europäischer Aktionsplan gegen Demenz
Das Europäische Parlament hat die Europäische Kommission aufgefordert, die Alzheimer-Krankheit als eine Priorität der Politik anzuerkennen. Entwickelt werden soll ein europäischer Aktionsplan. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat die Initiative begrüßt.
In der Erklärung des Europäischen Parlaments werden die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, die Kooperation in der Forschung zu verstärken und Initiativen zu ergreifen, um frühe Diagnosen zu gewährleisten. Ein weiteres Ziel: die Lebensqualität Demenzkranker und ihrer Angehöriger verbessern. Ausdrücklich wird in der Erklärung die wichtige Rolle der Alzheimer Gesellschaften anerkannt und deren Unterstützung gefordert.
Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: "Der Beschluss des Europäischen Parlaments ist eine wichtige Bestärkung unserer Arbeit." Erfreulich sei, dass Norwegen, Frankreich, Schottland und seit Februar 2009 auch England den Kampf gegen Demenzerkrankungen zu einer Priorität ihrer Gesundheitspolitik erklärt hätten. "Auch für Deutschland, wo es viele positive Initiativen gibt, wünsche ich mir eine klare Bestimmung der Ziele und Strategien für die nächsten Jahrzehnte", so Lützau-Hohlbein weiter.
Die Erklärung 80/2008 beruht auf einer Initiative der französischen EU-Abgeordneten Françoise Grossetête, der Vorsitzenden der European Alzheimer`s Alliance, die von 465 Parlamentariern aus allen 27 EU-Ländern und allen politischen Gruppierungen unterstützt wird. Sie sagte: "Ich freue mich, dass Einigkeit darüber besteht, dass die Europäische Union das Leben der 6,1 Millionen Europäer nicht ignorieren darf, die gegenwärtig von Alzheimer oder einer anderen Demenz betroffen sind."



