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Diagnose

Alzheimer: Mehr als nur ein nachlassendes Gedächtnis

Gedächtnisstörungen haben zahlreiche Ursachen, Alzheimer ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Ein Nachlassen der Merkfähigkeit ist deshalb keinesfalls mit der Diagnose Alzheimer gleichzusetzen. Es sollte aber zum Anlass genommen werden, den Arzt aufzusuchen, um zu klären, ob eine überhaupt eine Störung vorliegt, welche Ursache sie hat und sie gegebenenfalls zu behandeln.

Um nur wenige Beispiele zu nennen, können z.B. Ablagerungen in Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen, schlechte Blutzuckerwerte, Vitaminmangel, Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen, psychische Verstimmung, Stress, Schlafstörungen und Suchterkrankungen die Merkfähigkeit beeinträchtigen, ohne dass eine Alzheimer-Erkrankung vorläge. Nicht zuletzt ist auch das Alter selbst hier zu nennen. Denn in einem gewissen Umfang ist es völlig normal, dass die geistige Leistungsfähigkeit mit den Jahren nachlässt.

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Aus diesem Grund wird der Arzt bzw. ein spezialisierter Kollege zunächst eine Reihe von psychischen Tests durchführen, um die geistige Leistungsfähigkeit und die vorliegenden Einschränkungen genau zu erfassen. Zusätzlich wird er eine vollständige körperliche Untersuchung vornehmen, um mögliche Ursachen der Beschwerden aufzuspüren. In der Regel werden dabei auch apparative Verfahren zum Einsatz kommen. Etwa könnten das die Ultraschalluntersuchung von Blutgefäßen oder die Untersuchung des Gehirns mit Magnetfeldern, die so genannte Kernspintomographie, sein. Auch Blutuntersuchungen werden selbstverständlich erfolgen.

Die Diagnose Alzheimer kann - von seltenen erblichen Formen der Erkrankung abgesehen - streng genommen nur durch die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Gehirn gesichert werden. Eine solches Vorgehen verbietet sich allerdings in fast allen Fällen. Deshalb wird die Krankheit diagnostiziert, indem alle anderen denkbaren Ursachen der geschilderten Beschwerden ausgeschlossen werden. Erst wenn keine alternative Erkrankung mehr in Frage kommt, gilt die Krankheit als nachgewiesen. Weitere Tests und Untersuchungen dienen dann dazu, den Verlauf der Erkrankung und den Erfolg der Behandlung zu beurteilen.


Quelle: Leitlinien der Dt. Gesellschaft für Neurologie, Broschüre „Gemeinsam Erinnern" (Hrsg: ZDF & Fachgesellschaften), Dt. Alzheimer Gesellschaft, Hirnliga e.V., Berufsverband Dt. Nervenärzte, Dt. Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie u. Nervenheilkunde
Autor: Kathrin Sommer
Stand: Feb 6, 2008


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