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Behandlung

Alzheimer ist nicht heil-, aber behandelbar

Die Behandlung der Alzheimer-Erkrankung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Auch wenn die Krankheit noch immer nicht heilbar ist, stehen inzwischen doch eine Reihe gut wirksamer neuer Medikamente zur Verfügung, die den Verlauf der Erkrankung deutlich verzögern und wertvolle Lebenszeit schenken können.

Auch die nicht-medikamentöse Therapie macht ständig Fortschritte. So versteht man immer besser, wie die geistigen Fähigkeiten der Betroffenen gefördert und möglichst lange erhalten werden können. Auch die Betreuung der Angehörigen, die oft einer großen Belastung ausgesetzt sind, ist mittlerweile fester Bestandteil der Behandlung.

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Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Medikamente

Medikamente, die bei Alzheimer eingesetzt werden, haben unterschiedliche Zielsetzungen. Mittel der Wahl bei leicht bis mittelschwer Erkrankten sind die so genannten Cholinesterase-Hemmer. Sie unterstützen die Funktion der Nervenzellen. Die Wirkung dieser relativ neuen Arzneimittel ist inzwischen in großen klinischen Studien nachgewiesen worden. Ihre Einnahme in frühen und mittleren Stadien kann den Verlauf der Erkrankung verzögern und zur Besserung der Symptome führen.

Bei fortgeschrittener Erkrankung werden so genannte Glutamat-Antagonisten eingesetzt. Sie sollen das Nervengewebe vor Überreizung schützen. Darüber hinaus sollen Antioxidantien wie Vitamin E oder Selegilin das Nervengewebe vor aggressiven chemischen Substanzen schützen.

Therapiebegleitende Maßnahmen: Betroffene fördern

Neben diesen Medikamenten werden auch Wirkstoffe eingesetzt, welche die Begleitsymptome der Erkrankung lindern. Hier sind vor allem Mittel gegen Depressionen, Wahnvorstellungen, Schlafstörungen, Unruhe, Aggressivität und Angst zu nennen.

Selbstverständlich müssen auch alle nicht unmittelbar mit Alzheimer zusammenhängenden Erkrankungen wie z.B. Herzleiden, Durchblutungsstörungen oder Zuckerkrankheit medikamentös behandelt werden, soweit dies erforderlich ist. Je besser der Allgemeinzustand der Patienten, desto effektiver kann dem geistigen Abbau entgegengewirkt werden.

Die nicht-medikamentöse Therapie von Alzheimer ist darauf ausgerichtet, durch geeignete Gestaltung des Lebensumfelds und gezielte Ansprache der Betroffenen einen möglichst hohen Grad an Selbständigkeit zu erhalten. Hier gilt es vor allem, die Angehörigen in die Behandlung einzubeziehen und die richtige Balance zwischen Fordern und Unterstützen zu finden, um die vorhandenen Fähigkeiten anzusprechen, ohne Frustration durch Überforderung zu schaffen.

Die Angehörige spielen eine wichtige Rolle

Die Betreuung der Angehörigen von Alzheimer-Patienten ist in doppelter Hinsicht von großer Bedeutung. Zum einen müssen sie die Belastungen durch die Erkrankung und den sich abzeichnenden Verlust eines nahen Menschen ertragen und sind in diesem Sinne selbst auf Unterstützung angewiesen. Andererseits stellen sie oft die wichtigsten Bezugspersonen für den Alzheimer-Kranken dar. Je besser sie sich auf seine Bedürfnisse einstellen können, desto effektiver werden Fördermaßnahmen für den Patienten sein. Die Angehörigen sind also gleichzeitig auch in zentraler Weise an der Behandlung beteiligt.

Die Lebensqualität der Patienten kann deshalb nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss die Angehörigen in jedem Fall einbeziehen. Das betrifft auch zahlreiche nicht-medizinische Aspekte, wie zum Beispiel die finanzielle Absicherung, geeigneten Wohnraum, die Organisation von Pflege und Betreuung und vieles mehr.


Quelle: Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Broschüre „Gemeinsam Erinnern" (Hrsg: ZDF & Fachgesellschaften).
Autor: Kathrin Sommer
Stand: Feb 6, 2008


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