mutter spielt mit baby

Neurodermitis

Lebenslange Begleiterin

Neurodermitis ist auf dem besten Weg, in den "Top Ten? der häufigsten Krankheiten ganz nach oben zu klettern. Insbesondere unter Kindern ist die Erkrankung weit verbreitet. Statistiken zufolge gehört die Neurodermitis bereits jetzt zu den häufigsten Kinderkrankheiten - Tendenz steigend.

Neurodermitis - auch atopisches Ekzem genannt - bezeichnet die immer wiederkehrende Entzündung der Haut mit Rötung, Nässen, Schuppung und Krustenbildung. Aus medizinischer Sicht zählt Neurodermitis nicht direkt zu den allgerischen Krankheitsbildern, sie tritt jedoch häufig im Zusammenhang mit Heuschnupfen oder Allergischem Asthma auf.

Die Hauterkrankung verläuft in Schüben, bricht meist im ersten Lebensjahr oder in der frühen Kindheit aus und klingt in vielen Fällen in der Jugend oder im Erwachsenenalter wieder ab. Oftmals "schlummert" sie jedoch nur und kann jederzeit zu neuem Leben erwachen.

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Ursachen

Die Ursachen der Krankheitsentstehung sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Gesichert ist, dass eine erbliche Veranlagung sowie das Zusammenwirken vieler Faktoren zu einem Ausbruch der Neurodermitis führen können.

Das Auftreten der Krankheitsschübe ist häufig abhängig von so genannten Provokationsfaktoren. Hierzu zählen:


  • Allergene, also Allergie auslösende Substanzen

  • psychische Spannungen, Emotionen, Stress

  • Hautirritationen

  • Infekte

  • jahreszeitliche oder klimatische Einwirkungen

  • Nahrungsmittel

  • Waschmittelrückstände in Textilien

  • Störungen des Immunsystems

Symptome Neurodermitis

Die Symptome der Neurodermitis sind vielfältig und hängt vom Alter des Patienten ab. Ein starker, quälender Juckreiz sowie trockene Haut bestimmen jedoch das Bild in jeder Altersgruppe.


  • Säuglingsalter: Die Neurodermitis hat ihren Ausgangspunkt an den Wangen und am behaarten Kopf, erstreckt sich im weiteren Verlauf aber auch auf den ganzen Körper, vor allem auf den Windelbereich und die Streckseiten der Arme und Beine.
    Das Erscheinungsbild besteht aus Rötung, Bläschen und Knötchen. Im weiteren Krankheitsverlauf entsteht - durch Entzündungsreaktionen der Haut - das Bild des Milchschorfs.


  • Kindes- und Jugendalter: Die krankhaften Hautveränderungen - wie Rötung, Knötchen und Kratzeffekte - zeigen sich vor allem in den Ellenbeugen und Kniekehlen, am Nacken sowie an den Hand- und Fußrücken. Ein vergröbertes Faltenrelief und trockene Haut charakterisieren die betroffenen, häufig gelenknahen Hautareale.


  • Erwachsenenalter: Die klinischen Erscheinungen im Erwachsenenalter sind diskreter und erschweren die Diagnose. Juckende Knötchen sind häufig im Nacken, in Gelenkbeugen, an den Hand- und Fußrücken vorzufinden.

Komplikationen: Eine zusätzliche Gefahr für Neurodermitiker bilden Superinfektionen mit Bakterien (vor allem Staphylokokken) und Viren (vor allem Herpes-simplex-Viren), die oft die nässenden und zerkratzten Hautareale besiedeln, da sie durch die gestörte Körperabwehr hier einen günstigen Nährboden finden.


Autor: Springer Medizin
Stand: Nov 8, 2007


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