Mann mit Heuschnupfen

Wissen Allergie

Was ist eine allergische Reaktion?

Roter juckender Hautausschlag, laufende Nase, quälender Husten - all dies können Symptome für eine allergische Reaktion sein. Wer sich selbst beruhigt nach dem Motto "Ich war doch noch nie allergisch", kann sich irren: Die Anzahl der Allergiker nimmt in Deutschland Jahr für Jahr zu. Was aber ist eine Allergie genau?

Eine Allergie ist Ausdruck einer gestörten Auseinandersetzung des Immunsystems mit einer körperfremden, harmlosen Substanz - dem Allergen. Die häufigsten Allergene sind Blütenpollen, Tierhaare, Arzneimittel und Bestandteile von Nahrungsmitteln.

Eine allergische Reaktion liegt also dann vor, wenn das Immunsystem abwehrend auf Fremdstoffe reagiert, die keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Die Stoffe werden vom Organismus in ihrem Gefahrenpotential "überschätzt", es kommt zu einer Überproduktion von Immunglobulin E (IgE), einer besonderen Antikörperart.

Bei jedem erneuten Kontakt mit dem vermeintlichen übermächtigen Feind reagiert der Körper mit einer überschießenden Immunreaktion - die Folge sind allergische Erkrankungen, wie Heuschnupfen, allergisches Asthma oder Haut-Ekzeme. Die Medizin kennt vier Allergietypen.

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Allergien treten erst beim zweiten Kontakt auf

Der Erstkontakt des Körpers mit dem Fremdstoff, auf den er allergisch reagiert, verläuft in der Regel symptomlos. Erst bei einem zweiten Kontakt zeigen sich Beschwerden mit Krankheitswert.

Der Körper reagiert mit Niesanfällen, Schnupfen, Atembeschwerden oder Hautauschlag. Die Haut mit den angrenzenden Schleimhäuten ist zu 80 Prozent der "Schauplatz? eines allergischen Geschehens.

Das Allergen, also die Allergie auslösende Substanz, kann seine Wirkung jedoch auch über die Kontaktzone hinaus entfalten. In diesem Fall wird über das Immunsystem eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die in entfernt liegenden Körperregionen Beschwerden auslösen kann.

Heilung ausgeschlossen?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Krankheiten, die man nach einiger Zeit auskuriert hat, bleibt eine Allergie oft ein dauerhafter Begleiter des Betroffenen.

Gerade in den letzten Jahren hat die moderne Medizin jedoch auf den Gebieten der Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen große Fortschritte gemacht, so dass für viele Betroffene mittlerweile Hoffnung auf Heilung besteht.

Wissenswertes

Heuschnupfen, allergisches Asthma und Neurodermitis gehören zu den atopischen Krankheiten. Ihnen ist gemeinsam, dass im Blut der Betroffenen vermehrt Antikörper nachweisbar sind. Außerdem treten atopische Krankheiten häufig gemeinsam auf. Hinzu kommt, dass Stoffe, die eine Allergie auslösen, auch einen akuten Neurodermitisschub hervorrufen können. Trotzdem ist die Neurodermitis keine Allergie im eigentlichen Sinne.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jun 12, 2008


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